Seit dem Brexit

Bei Fahrten nach Großbritannien an den Rechtsschutz denken

Zum 1. Januar 2021 sind die Übergangsregelungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union offiziell ausgelaufen. Mit dem Vollzug des Brexit sollten Autofahrer einiges beachten, wenn sie auf die Insel reisen – dazu gehöre sowohl das Mitführen der sogenannten Grünen Karte als auch der Abschluss einer Verkehrsrechtsschutzversicherung, so der Hinweis der R+V Versicherung.
© picture alliance / empics | Victoria Jones
Dichter Verkehr an der Tower Bridge in London: Der Brexit macht das Reisen nach Großbritannien nun komplizierter.

Mit Beginn des neuen Jahres ist der Brexit nun ganz offiziell abgeschlossen – und damit sind auch die vorherigen Übergangsregelungen für Reisende aus der EU ausgelaufen. Das bedeutet: Bei der Einreise könnten die britischen Behörden von EU-Bürgern verlangen, ihren Versicherungsschutz mithilfe der sogenannten Grünen Karte nachzuweisen, erklärt Hans-Peter Luckhaupt, Kfz-Experte bei der R+V Versicherung.

Warum?  

Innerhalb der Europäischen Union können sich deutsche Autofahrer, die im Ausland durch ein Fahrzeug aus einem anderen EU-Land geschädigt werden, an den deutschen Repräsentanten des gegnerischen Haftpflichtversicherers wenden. „So können sie Ansprüche auf Schadensersatz schneller und einfacher geltend machen“, so Luckhaupt. Nach dem Brexit sehe das jedoch anders aus. Wenn Deutsche bei einer Reise nach England, Schottland, Wales oder Nordirland in einen Unfall verwickelt werden, sei ihr Ansprechpartner jetzt ausschließlich der britische Versicherer, erläutert der Experte weiter.

In solchen Fällen bräuchten die Autofahrer oft „einen britischen Anwalt, der sie unterstützt“, ergänzt er. „Doch das kann zeitraubend und teuer werden, vor allem wenn eine Klage notwendig ist. Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung ist bei Reisen nach Großbritannien daher auf jeden Fall sinnvoll.“

Immerhin: Bei einem Unfall mit einem britischen Fahrzeug in Deutschland ändere sich nichts, heißt es seitens der R+V Versicherung. Hier bestehe weiterhin die Unterstützung durch das „Deutsche Büro Grüne Karte“ in Berlin.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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