Digitalisierte Gesundheit

Vitalfunktionen kontrollieren per App

Die Möglichkeiten von Gesundheits-Apps schreiten weiter voran. Die Generali Deutschland kündigt nun eine neue App, „Generali Vital Signs & Care“, an, mit der Nutzer gleich vier Vitalparameter mit der Kamera ihres Smartphones messen können sollen. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier.
© picture alliance / dpa Themendienst | Christin Klose
Die Möglichkeiten von Gesundheits-Apps schreiten weiter voran.

Die Generali Deutschland bringt zum ersten Quartal 2021 eine neue App auf den Markt, die ihr auf Prävention abzielendes Gesundheitsprogramm „Vitatlity” ergänzen wird. Die neue „Generali Vital Signs & Care“ soll die Sauerstoffsättigung des Blutes, die Atemfrequenz, die Herzfrequenz und die Herzfrequenz-Variablität messen – mit der Smartphone-Kamera. Zudem soll mit dem Programm eine Beratung aus der Ferne möglich sein. Prävention und persönlicher Service seien zusätzliche Optionen.

2016 brachten die Generali und ihre Makler-Tochter Dialog, das Gesundheitsprogramm Vitality im Rahmen ihrer Produkte auf den Markt: Kunden, die gesunde Lebensmittel kaufen oder per Fitness-Armband körperliche Aktivität nachweisen, bekommen dabei Punkte. Je höher der Punktestand, desto größer die finanziellen Vorteile. Als Belohnung gibt es zum Beispiel Rabatte für den Besuch von Fitness-Studios oder einen Nachlass auf die Versicherungsprämie. Die Corona-Pandemie habe nun dafür gesorgt, dass den Menschen die Gesundheitsvorsorge noch einmal wichtiger geworden ist, heißt es von der Generali. Hier setze die neue App an.

So könne die App die vier oben genannten Vitalparametergleichzeitig messen. Alle vier seien im Zusammenspiel wichtig, um den Gesundheitszustand des Anwenders zu beurteilen. Dafür soll der Nutzer nur bis zu zwei Minuten in die Kamera seines Smartphones schauen müssen.

Licht und künstliche Intelligenz ermöglichen die Messung

„Unter Einsatz einer sogenannten Remote-Photoplethysmographie-Technologie nimmt die Kamera das reflektierte Licht von den unter der Haut liegenden Blutgefäßen auf“, beschreibt die Generali das Vorgehen. Die Aufzeichnungen würden dann „mittels einer einzigartigen Kombination aus Lichtsignalverarbeitung und künstlicher Intelligenz in hochpräzise Echtzeit-Vitalparametermessungen“ umgewandelt werden. Der Nutzer könne dabei alles selbst überwachen.

Die App reiht sich ein in eine ganze Armee von Gesundheits- und Service-Apps der privaten Krankenversicherer. Hier bestehen bereits Angebote, um beispielsweise Tinnitus (Tinntracks) zu lindern oder Unterstützung bei psychischen Erkrankungen zu liefern.

Den Kontakt zum Versicherer kann der Kunde über die Service-Apps herstellen. Je nach Umfang des Angebots kann er Arztrechnungen und Rezepte einfach und schnell einreichen, einen Zweitmeinungsservice beanspruchen und seinen Impfpass und Medikamentenpläne verwalten.

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