Wie berechnet sich ein Zinseszins? Was ist eigentlich Inflation? Was bedeutet Diversifikation? Viele Menschen haben bei der Beantwortung solcher Fragen große Schwierigkeiten. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der Allianz unter Erwachsenen in sieben Ländern – darunter Deutschland, fünf anderen europäischen Staaten und den USA.
Um die Finanzkompetenz der Teilnehmer zu messen, stellte die Allianz vier Fragen zu verschiedenen Aspekten: rechnerische Fähigkeiten, Zinsen, Buchhaltung und Inflation. Nur 28,5 Prozent aller Interviewten konnten alle vier Fragen richtig beantworten – in Deutschland liegt dieser Wert nur geringfügig höher (31,8 Prozent).
Als die Teilnehmer gebeten wurden, fiktiv 1.000 Euro anzulegen, entschieden sich „finanzinkompetente“ Teilnehmer mehrheitlich für schlecht verzinste Bankeinlagen (29,8 Prozent) oder setzten auf Kryptowährungen (11,6 Prozent) statt auf Versicherungsprodukte (9 Prozent).
Für die Allianz sind das „desaströse Werte“, die ein Weckruf für die Politik sein sollten. „Ohne echte Finanzkompetenz sind viele Haushalte dazu verdammt, falsche finanzielle Entscheidungen zu treffen, mit möglicherweise verheerenden Folgen für ihr zukünftiges finanziellen Wohlergehen“, meint Allianz-Ökonom Arne Holzhausen.
Die Politik solle daher darauf hinarbeiten, Finanzkompetenz in die schulischen Lehrpläne zu integrieren. Gleichzeitig müsse die Finanzindustrie ihre Anstrengungen verdoppeln, einfache, leicht verständliche Produkte auf den Markt zu bringen. „Finanzkompetenz ist kein abstraktes Konzept, sondern zeitigt handfeste Konsequenzen.“
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