Die Zahl der Wildunfälle hat im vergangenen Jahr ein neues Rekordhoch erreicht – insgesamt kollidierten 295.000 Autos mit Wildtieren. Laut dem Branchenverband GDV gab es damit 27.000 mehr Unfälle als im Vorjahr. Gleichzeitig fallen bei den Kfz-Versicherern immer höhere Reparaturkosten an.
Denn: Für jeden Wildunfall zahlten die Versicherer knapp 3.000 Euro – 6 Prozent mehr als noch 2018, wie der GDV meldet. Insgesamt kamen so Kosten in Höhe von rund 885 Millionen Euro zusammen – 17 Prozent mehr als im Vorjahr (siehe Grafik). Diese Entwicklung begründet der Verband unter anderem mit den steigenden Kosten für Karosserieersatzteile.
Laut dem GDV kommt es in ganz Deutschland rein rechnerisch jeden Tag zu rund 800 Wildunfällen. Die Gefahr sei jedoch nicht zu jeder Jahreszeit gleich hoch. Besondere Vorsicht sei vor allem in den Monaten April und Mai und von Oktober bis Dezember geboten.
Wenn Wild auf der Straße oder am Straßenrand auftauche, sollten Autofahrer zudem das Fernlicht abblenden und langsam fahren, empfiehlt der Verband. Riskante Ausweichmanöver sollten sie vermeiden. Denn: Der Zusammenprall mit einem anderen Auto oder einem Baum berge meist größere Gefahren als die Kollision mit einem Tier.

Für Schäden am eigenen Fahrzeug, die durch Haarwild – dazu gehören unter anderem Rehe und Wildschweine – verursacht würden, zahle die Voll- beziehungsweise Teilkaskoversicherung. Einige Versicherer haben ihren Schutz laut dem GDV in der Teilkasko außerdem zusätzlich auf Unfälle mit bestimmten weiteren oder auch Tieren aller Art ausgeweitet.
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