Betriebliches Gesundheitsmanagement

Führungskräfte wichtig für Wohlbefinden der Belegschaft

Die Digitalisierung verändert das Arbeitsleben enorm – und Corona heizt diese Entwicklung noch weiter an. Für Arbeitgeber heißt das: Sie müssen ihre Mitarbeiter mitnehmen und unterstützen, damit sie langfristig motiviert und gesund bleiben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Techniker Krankenkasse.
© TK
Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK).

Sechs von zehn Arbeitgeber (59,9 Prozent) wissen, worauf es in Sachen Wohlbefinden am Arbeitsplatz ankommt: In ihren Augen sind Führungskräfte von „großer“ beziehungsweise „eher großer“ Bedeutung für die Gesundheit ihrer Belegschaft. Das zeigt die aktuelle Studie „#Whatsnext2020 – Erfolgsfaktoren für gesundes Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt“ der Techniker Krankenkasse (TK) in Kooperation mit dem Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) und der Haufe Gruppe.

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„Gerade jetzt in Corona-Zeiten kommt es neben den klassischen betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen wie zum Beispiel der Einrichtung eines ergonomischen Arbeitsplatzes vor allem auf die Soft Skills der Führungskräfte an“, sagt TK-Chef Jens Baas. Wertschätzung, klare Kommunikation und Transparenz der Entscheidungen seien gerade jetzt am Arbeitsplatz enorm wichtig. „Das zahlt sich auch auf die Gesundheit aus.“

Bereits in der ersten „#Whatsnext-Studie“ von 2017 gaben rund 80 Prozent der Befragten an, dass Führungskräfte die wichtigste Stellschraube für das Wohlbefinden der Belegschaft sind. Trotzdem bieten heute noch immer nur rund 40 Prozent der Unternehmen Maßnahmen an, die Führungskräfte für dieses Thema sensibilisieren und fit machen.

Führungskräfte stehen sich selbst im Weg

Tatsächlich sind es laut den aktuellen Studienergebnissen meist die Führungskräfte selbst, die die Umsetzung von Maßnahmen häufig verhindern. So gaben 64,3 Prozent der Befragten als Grund für fehlende Maßnahmen mangelndes Engagement der Führungskräfte an, gefolgt von den Aussagen „keinen Bedarf beziehungsweise keine Bedeutung“ (56,4 Prozent). Nur ein Viertel der Befragten (25,2 Prozent) nannten mangelnde personelle Ressourcen.

Immerhin: Generell scheint die Bedeutung des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) bei vielen Unternehmen angekommen zu sein: So gab ein Großteil der befragten Organisationen an, dass Gesundheitsmanagement in wirtschaftlichen Krisenzeiten „wichtiger ist denn je“ (34,9 Prozent) beziehungsweise „gleichbleibend wichtig“ (46,4 Prozent) ist. Und dafür würden sie auch – trotz finanziell schwieriger Zeiten – Gelder weiterhin zur Verfügung stellen. Fast die Hälfte (48,2 Prozent) der Befragten gab zudem an, dass die Gelder für Gesundheitsmaßnahmen in wirtschaftlichen Krisenzeiten gleichblieben oder sogar erhöht würden.

„Die Bereitschaft in gesunde Unternehmensstrukturen zu investieren, scheint da zu sein, jetzt müssen die Maßnahmen nur noch umgesetzt werden“, so Baas‘ Appell an alle Arbeitgeber.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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