DIHK-Statistik

Bislang kein Corona-Effekt bei Vermittlerzahlen

Der Vermittlerschwund in Deutschland hat sich bis zur Mitte des Jahres weiter fortgesetzt. Zum Stichtag 30. Juni 2020 waren exakt 196.914 Vermittler mit Erlaubnis nach Paragraf 34d GewO registriert – das sind über 500 weniger als noch drei Monate zuvor. Allerdings hat sich das Minus mit 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal leicht abgeschwächt.
© DIHK
Die Niederlassung der Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) in Berlin.

Die Zahl der Vermittler in Deutschland hat einen neuen Tiefststand erreicht. Waren zu Ende April 2020 noch insgesamt 197.455 Personen nach Paragraf 34d GewO im Online-Register des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) erfasst, sind es drei Monate später (Stichtag 30. Juni 2020) nur noch 196.914, wie die aktuelle DIHK-Statistik zeigt. Das entspricht einem Rückgang von 541 (minus 0,3 Prozent). Das ist etwas weniger als im vorherigen 3-Monats-Zeitraum zwischen Januar und April 2020 (minus 0,5 Prozent).

Mehr zum Thema

AfW fordert Bafin-Aufsichtspläne für 34f-Vermittler endgültig zu beerdigen

Der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW hat seinen Widerstand gegen die geplante Aufsicht von 34f-Vermittlern durch die…

Bundeskabinett billigt Bafin-Aufsicht für Finanzvermittler

Die Aufsicht über die Finanzanlagenvermittler (34f GewO) und Honorar-Finanzanlagenberater (34h GewO) wird ab 2021 auf…

Aderlass bei Versicherungsvermittlern hält an

Die Zahl der in Deutschland tätigen Versicherungsvermittler ist ein weiteres Mal geschrumpft. Laut Daten des…

In absoluten Zahlen gab es bei den gebundenen Versicherungsvertretern abermals den größten Schwund, wenn auch knapp – ihre Zahl sank von 117.974 zu Ende April auf nunmehr 117.695, was einem Rückgang um 279 bedeutet (minus 0,2 Prozent). Die Versicherungsvertreter mit Erlaubnis verzeichneten einen ähnlich hohen absoluten Rückgang um 278 auf 27.892 Registrierungen, was zugleich einem relativ hohen prozentualen Aderlass von minus 1 Prozent entspricht.

[corona_telegram]

Makler verlieren im Gleichschritt mit dem Gesamtmarkt

Bei Versicherungsmaklern (Paragraf 34d Absatz 1 GewO) lag der Rückgang zur Jahresmitte gegenüber Ende April bei 126 – die Anzahl fiel von damals 46.199 auf zuletzt 46.073 (minus 0,3 Prozent). Das ist etwas mehr als der Abrieb im Verlaufe des ersten Quartals mit 87 Registrierungen weniger (minus 0,19 Prozent).

Die vergleichsweise Gruppe der produktakzessorischen Vertreter konnte ihr kleines Plus von 0,41 Prozent nach Ende des ersten Quartals noch einmal deutlich steigern. Hier lag der Zuwachs im zweiten Dreimonatszeitraum dieses Jahres bei über drei Prozent, was zu einem Ergebnis von 4.928 Registrierungen führte.

Der Stand bei den produktakzessorischen Maklern blieb unverändert bei 152. Die Zahl der Versicherungsberater (Paragraf 34d Absatz 2 GewO) reduzierte sich um zwei Eintragungen auf 326.

Im Hinblick auf die derzeit viel diskutierte Gruppe der Finanzanlagevermittlern gemäß Paragraf 34f GewO zeigt sich, dass sich der Negativtrend zuletzt wieder leicht gesteigert hat: Mit nunmehr insgesamt 37.871 meldete die DIHK einen Rückgang um 0,2 Prozent. Zu Ende April wurden noch 37.940 Eintragungen geführt (minus 0,09 Prozent zum Vorquartal).

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia