Postbank-Digitalstudie

Deutsche surfen 16 Stunden pro Woche übers Handy

Immer mehr Deutsche surfen mit dem Smartphone im Internet, zeigt eine Umfrage der Postbank. Der Trend dürfte langfristige Folgen haben – auch über die Corona-Krise hinaus.
© Pixabay
Jugendliche mit Smartphone: Nicht nur unterwegs, sondern auch zu Hause surfen Deutsche zunehmend übers Handy im Internet.

Das Handy hat bei der Internetnutzung alle anderen Geräte abgehängt, zeigt eine aktuelle Befragung der Postbank unter mehr als 3.000 Deutschen. Demnach gehen 79 Prozent der Bundesbürger mit dem Smartphone ins Netz. Auf dem zweiten Platz folgen Laptops mit 71 Prozent. Noch 58 Prozent nutzen einen Desktop-PC. Zu Tablets greifen 47 Prozent der Bundesbürger, 37 Prozent surfen über einen Smart-TV im Netz. Die Befragung fand im Februar und März statt und damit vor Beginn der Corona-Krise.

Das Smartphone hat laut der Studie damit binnen fünf Jahren um knapp 40 Prozent zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Nutzer erneut um 3 Prozentpunkte gestiegen. Bei Laptops ist die Nutzung hingegen leicht rückläufig, Desktop-PCs stagnieren, Tablets legen minimal um einen Prozentpunkt zu.

Deutsche surfen 16 Stunden pro Woche übers Handy

Auf das Handy entfallen der Postbank-Erhebung zufolge auch die meisten Wochenstunden der Internetnutzung. Von den 56 Stunden, die die Deutschen im Durchschnitt pro Woche online verbringen, sind es 16. Jeweils etwa 13 Stunden surfen die Befragten mit Desktop-PC sowie auf Laptops. „Mit 56 Stunden war das Surfen im Internet für die Deutschen bereits vor der Corona-Krise mehr als ein Vollzeitjob“, sagt Thomas Brosch, Digitalisierungsexperte der Postbank. „Der Lockdown dürfte die Internetnutzung noch verstärkt haben.“ Nicht nur beruflich werde derzeit verstärkt auf Online-Kommunikation gesetzt, auch privat gewinnen digitale Kommunikationskanäle an Bedeutung, um Kontakt zu Freunden und Familie zu halten, so Brosch.

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Das veränderte Nutzungsverhalten werde auch nach überstandener Virus-Krise nachwirken, glaubt der Postbank-Manager. „Internetnutzung und Smartphone-Gebrauch haben auch immer etwas mit Gewohnheiten zu tun“, sagt Brosch. Social Media, Messenger Dienste und Videocall-Funktionen werden daher auch nach der Krise weiterhin intensiver genutzt werden als vorher, so seine Einschätzung.

Digital Natives schon vor Corona ständig online

Jüngere Bundesbürger waren bereits vor der Corona-Krise fast permanent online, zeigt die Studie. Die unter 40-jährigen sogenannten Digital Natives nutzen demnach 27 Stunden pro Woche das Handy zum Surfen. Insgesamt beläuft sich ihre Internetnutzung auf knapp 75 Stunden wöchentlich – im Schnitt knapp elf Stunden täglich. „In dieser Altersgruppe dürften die Kontaktbeschränkungen vor allem bei Singles und Kinderlosen zu mehr Zeit vor dem Bildschirm führen“, sagt Brosch. Sie trete an die Stelle von Freizeitaktivitäten außerhalb der vier Wände, die wegen der Corona-Beschränkungen wegfallen.

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Autorin

Hannah

Dudeck

Hannah Dudeck arbeitete von April bis Juni 2020 als freie Redakteurin für Pfefferminzia.

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