Lediglich einem von über einhundert Erwerbsminderungsrentnern gelingt der Wiedereinstieg ins Berufsleben. Einer Studie im Gebiet der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen zufolge konnten von 453 Beziehern einer Erwerbsminderungsrente mit einem Durchschnittsalter von 50 Jahren nur 4 wieder eine Arbeit aufnehmen.
Die Wissenschaftler der Jacobs University Bremen führten gemeinsam mit der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen drei Befragungen innerhalb von 17 Monaten durch. „Viele der Studienteilnehmer wollen gerne wieder arbeiten. Ihre Motivation ist kurz nach Eintritt in die Erwerbsminderungsrente noch hoch. Je länger die Erwerbsminderung andauert, desto stärker nimmt die Motivation ab“, stellt Sonia Lippke, Gesundheitspsychologin an der Jacobs University, fest.
Neben dem Wunsch, Geld zu verdienen, sei auch das Bedürfnis nach Bestätigung ein wichtiger Grund für eine Rückkehr in die Arbeitswelt. „Für die soziale Teilhabe ist Arbeit enorm wichtig“, so Lippke. Gesundheit sei dafür jedoch entscheidend. Je früher mit der medizinischen Rehabilitation begonnen werde und je jünger die Menschen seien, um so eher könnten sie wieder arbeiten gehen.
In Deutschland haben der Studie zufolge bundesweit 1,8 Millionen Menschen eine Erwerbsminderungsrente mit durchschnittlich 795 Euro pro Monat bezogen. Psychische Probleme waren die häufigsten Gründe.
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