PKV-Verband fordert niedrigere Hürde für Wechsel aus der GKV

Der privaten Krankenvollversicherung (PKV) sind 2012 im Vergleich zum Vorjahr 20.100 Kunden abhandengekommen. Zum Jahresende zählten die Anbieter noch exakt 8.956 Millionen solcher Verträge. Geradezu verführerisch wirken da auf den neuen PKV-Verbandschef Uwe Laue die knapp 52 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Er fordert, dass der Wechsel von GKV in PKV einfacher wird.

„Viele haben vergessen, dass die gesetzliche Versicherung ursprünglich nur für besonders Schutzbedürftige eingeführt wurde. Das sollte auch heute noch gelten“, sagte Laue gegenüber dem „Handelsblatt“. Für den obersten PKV-Sprecher, gleichzeitig Vorstandschef der Debeka, deshalb dringend notwendig: Die Versicherungspflichtgrenze muss sinken, und zwar deutlich. Zurzeit liegt sie bei 52.200 Euro. Denn er glaube nicht, dass 90 Prozent der Deutschen schutzbedürftig seien.

Immerhin liege das Durchschnittseinkommen bei 40.000 Euro. Wohin genau die Fahrt in der GKV gehen sollte, darüber schwieg sich Laue allerdings aus. Dies zu entscheiden sei Sache der Politik.

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