Munich Re

Oans, Zwoa, Zoff ums Oktoberfest

 

Michael Käfer ist total out, Kufflers vom Weinzelt und Hans Stadtmüller von der Fischer Vroni auch. Allesamt gestandene Wirte auf dem Münchner Oktoberfest, spielen sie in der Feierfibel der Munich Re nur noch die zweite oder dritte Geige. Der Grund: Sie dürfen nur noch eine bestimmte Zahl an Plätzen auf dem Oktoberfest reservieren. Was dahintersteckt.

In den Stammresidenzen der oben genannten Wirte soll in der bayerischen Hauptstadt übers Jahr nur noch zur Maß gegriffen werden, wenn sich kein besserer Ort findet. Sei es für Geschäftsessen, Mitarbeiterevents oder Weihnachtsfeiern. Stattdessen sollen die leitenden Mitarbeiter des weltgrößten Rückversicherers doch lieber zu Toni und Christl Roiderer oder Christian Schottenhamel laden. So steht es einem Bericht in der Lokalausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge in einer internen Mail des Munich-Re-Vorstands an seine Führungskräfte. Angehängt sei eine Art hausinterne Sternevergabe. Roiderer und Schottenhamel seien dort mit „AA“ geratet, Käfer hingegen nur mit „C“. Das Papier trage den Namen „Priorisierung 2013“.

Aus ist`s scheinbar mit der Wiesn-Stimmung des Versicherers, seit die dortigen Wirte nur noch eine bestimmte Zahl von Plätzen reservieren dürfen. In der Woche höchstens 75 Prozent ihres Fassungsvermögens, am Wochenende vor 15 Uhr nur die Hälfte und abends 65 Prozent. Der reinste Horror offenbar für den Rückversicherer, wenn seine Gäste aus China, den USA oder Australien sich nicht in voller Truppenstärke betrinken könnten, weil sie nicht in die Zelte hineinkämen.

Deswegen soll das ganze Jahr über vorrangig bei ausgewählten Wirten in München geschlemmt und gezecht werden. Und zwar ganz gezielt mit auf die Munich Re ausgestellten Rechnungen oder firmeneigenen Kreditkarten. Damit solle „die Verhandlungsposition der MR“ bei der Platzvergabe auf der Wiesn gestärkt werden. 3.500 Plätze hätte man gern. Im vergangenen Jahr habe man jedoch nicht alle Geschäftspartner einladen können.

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