Wie soll ich 100 Euro mittel- bis langfristig rentabel anlegen? Diese Frage bekommen wir immer wieder aus unserem Kundenkreis zu hören. Mit diesem Artikel möchten wir diese Frage ganz grob beantworten, ohne dass natürlich dies pauschal für jede Person gelten kann (Stand Juni 2015).
Bekommen wir diese Anfrage, klären wir erst, ob folgende Punkte erfüllt sind:
– Haben Sie eine Privathaftpflichtversicherung?
– Sind Sie ausreichend für den Fall bei dem Verlust der Arbeitskraft abgesichert?
– Haben Sie mindestens drei Nettogehälter als Reserve auf der Bank beziehungsweise idealerweise einem Tagesgeldkonto?
– Haben Sie schon erste Schritte zur Vorsorge nach Ihrem Arbeitsleben vorgenommen?
Lassen Sie uns kurz die einzelnen Punkte erklären:
Private Haftpflichtversicherung
Wir reden hier nicht über Kleinstschäden, sondern über eventuelle Schadensfälle, welche der Kunde nicht mehr selber privat stemmen kann.
Arbeitskraftabsicherung
Was passiert, wenn jemand nicht mehr arbeiten kann? Dann gibt es kein monatliches, festes und bisher gewohntes Einkommen mehr. Können Kunden ihren Lebensstandard aufrechterhalten? Bei einer Berufsunfähigkeit können sie nicht wirklich sehr lange von den bisher angesparten 100 Euro im Monat leben.
Reserve auf dem Tagesgeld
Die nächste Reparatur am Auto kommt bestimmt, in dem Urlaub möchte man auch mal fahren oder sich einfach etwas gönnen. Für solche Situationen sollte es immer eine finanzielle Reserve geben, um diese Ausgaben nicht vom mittel- bis langfristigen Sparkonto abheben zu müssen.
Altersvorsorge
Wissen Sie, wieviel ein Durchschnitts-Neurentner im Jahr 2013 an Erstrente bekam? Wir waren sehr erstaunt: 759 Euro. Können Sie davon leben? Ja? Dann gratuliere, Sie haben einen moderaten Lebensstandard. Wenn nicht – müssen Sie privat vorsorgen.
Sind diese Punkte schon erfüllt, kommt unser nächster Fragenkatalog:
– Für welche Laufzeit möchten Sie Ihr Geld anlegen?
– Sollte es immer verfügbar sein?
– Haben Sie ein besonderes Ziel damit?
– Planen Sie in Ihrem Leben einmal eine Immobilie zu erwerben?
– Stehen bei Ihnen eventuell berufliche oder familiäre Veränderungen an?
– Soll das Ansparen vor allem als Kapitalaufbau angesehen werden?
– Werden Sie eventuell weitere Gelder ansparen oder den Kapitalstock ausbauen?
– Wie fühlen Sie sich, wenn Sie in drei Jahren mit 20 Prozent im negativen Bereich sind?
Mit diesen und weiteren Fragen möchten wir herausfinden, für welche Anlagearten unser Interessent affin ist und welche für ihn gar nicht infrage kommen.
Wir unterscheiden dann ganz grob in drei Einteilungen: Jemand möchte in absehbarer Zukunft eine Investition tätigen und das Geld eigentlich nur sehr kurzfristig anlegen (auch als Sparplan). Jemand möchte mittelfristig ganz sicher monatlich Geld anlegen. Jemand möchte mittel- bis langfristig Kapitalaufbau betreiben.
Geldanlage ohne Risiko
Hier gibt es derzeit (Juni 2015) für uns keine Alternative zum Tagesgeldkonto. Wir sind zwar große Freunde des Investmentbereichs, aber dieser ist für diese Wünsche zu volatil. Beschränken Sie bitte Ihre monatlichen Zahlungen auf ein Tagesgeldkonto. Eine erste Auswahl über die derzeit besten Konditionen finden Sie auf unserem Vergleichsrechner zum Thema „Tagesgeld“.
Hat der Kunde eventuell vor, in absehbarer Zukunft eine Immobilie zu erwerben, kann es eventuell Sinn ergeben, sich darüber schon Gedanken zu machen. Teilweise kann ein Bausparer hier schon hinterlegt werden um
1. Den Zins zu sichern
2. Die Beleihungsgrenze bei der Baufinanzierung zu senken und somit bessere Konditionen bei der Bank zu bekommen.
Sie möchten mittelfristig ganz sicher monatlich Geld anlegen
Dann empfehlen wir derzeit ganz klar die Bausparkasse Mainz, welche noch 3,01 Prozent auf sieben Jahre und 3,26 Prozent auf zehn Jahre bietet. Kunden bekommen diesen Zinssatz aber nur, wenn sie monatlich durchgängig einzahlen, Einmalsummen sind nicht erlaubt, ebenso keine Teilauszahlung des Angesparten.
Sie möchten mittel- bis langfristig Kapitalaufbau betreiben
Hier kommen wir jetzt zur Königsdisziplin. Dazu empfehlen wir ganz klar den Investmentbereich. Über diesen können sämtliche Anlageklassen abgedeckt werden, wie zum Beispiel Aktien, Anleihen, Währungen, Immobilien, Rohstoffe, Edelmetalle (Gold, Silber), Liquidität, Private Equity, Waldinvestments.
Denken Sie bitte nicht beim Begriff „Investmentfonds“ nur an Aktienfonds. Wir favorisieren vor allem vermögensverwaltende Fonds, welche über viele Anlageklassen streuen können. Diese können somit in Aktien gehen, müssen aber nicht. Je nachdem, wie es die Marktlage erfordert. Man hat mit einem sehr geringen monatlichen Beitrag also eine breite Aufteilung. Kunden legen ihr Geld also so an, als ob Sie einen größeren Geldbetrag zur Verfügung hätten.Weitere Infos dazu, bekommen Sie hier.
Über die Autoren
Die Brüder Tobias und Stefan Bierl betreiben zusammen seit etwa zehn Jahren das Maklerbüro „Finanzberatung Bierl“ in Regensburg. Sie beraten Kunden „ohne Hemd und ohne Krawatte, aber mit viel Leidenschaft“ unter anderem zu den Themen Kapitalaufbau, biometrische Absicherung, Altersvorsorge und Baufinanzierung. Weitere Infos bei der Finanzberatung Bierl aus Regensburg.
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