Studie zu Gesundheitsapps

Gesundheitsdaten sind Privatsache – weitergeben will sie eigentlich niemand

Schön, fit und schlank – zu diesem Ideal wollen uns Gesundheitsapps verhelfen. Allerdings motivieren Smart-Watch & Co. nicht nur zu einem gesünderen Leben, sondern zeichnen zudem viele persönliche Daten auf. Ein Fundus, auf den so mancher Versicherer gerne Zugriff hätte. Wie viele Daten wir bereit sind, preiszugeben.
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© Getty Images
Apple Watch: Klein, praktisch und vielseitig einsetzbar – aber auch ein Datensammler. Trotzdem ist sie beliebt und wird beispielsweise von Joggern zur Kontrolle der Trainingsstrecken eingesetzt.

Gesundheitsapps sammeln Daten – und zwar viele. Neben Selbstkontrolle und Motivation können diese aber auch für medizinische Zwecke oder zur Beitragsreduzierung in der Krankenversicherung dienen. Datenschützer sind deshalb alarmiert. Sie befürchten, dass die App-Nutzer zu viel über sich verraten. Versicherer Continentale hat deshalb in einer aktuellen Studie nachgefragt, in wie weit das zutrifft.

Das Ergebnis der Continentale-Studie 2015:

Derzeit nutzen lediglich 6 Prozent der Deutschen Gesundheitsapps. Die Zahl wird sich wohl in Zukunft auch nicht erhöhen. Seine Daten will zudem eigentlich niemand weitergeben und wenn, dann überhaupt nur Ärzten oder der Familie. Auch finanzielle Anreize wirken bei über drei Viertel der Befragten nicht.

Dabei wollen 95 Prozent der Deutschen wissen, wie es um ihre Gesundheit steht und achten auf Kriterien wie Ernährungs-, Bewegungs- und Schlafverhalten sowie auf Gewicht, Blutdruck, Puls und Kalorienverbrauch. Allerdings zeichnet kaum jemand diese Daten auf. Lediglich bei den über 60-Jährigen tut das der ein oder andere. 72 Prozent lehnen zudem jede technische Aufzeichnung ab.

Gerne würden Krankenversicherer die Gesundheitsdaten ihrer Kunden nutzen. Da haben sie allerdings schlechte Karten, denn nur 28 Prozent der Befragten können sich vorstellen, diese an den Versicherer weiter zu geben. Ganz besonders datensensibel sind junge Menschen im Alter von 25- bis 29 Jahren. Von ihnen lehnen die Weitergabe gar 95 Prozent ab. Da helfen nicht einmal Geld-Geschenke.

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