Realitätsfern und zentralistisch sei der GKV-Spitzenverband, sagt Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). „Das Monopol des GKV-Spitzenverbands auf Bundesebene hat sich nicht bewährt“, so die Politikerin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.
Den GKV-Spitzenverband gibt es seit dem 1. Juli 2008. Dabei gilt: Verträge, die vom GKV-Spitzenverband geschlossen werden, gelten für alle Krankenkassen und deren Landesverbände.
Das stört die CSU-Politikerin zunehmend. Die Bedürfnisse der Menschen müssten wieder stärker in den Vordergrund gestellt werden, fordert sie. Um das zu erreichen, sollte es auch in den Bundesländern GKV-Spitzenverbände geben.
„Nicht nur in der Finanzierung der GKV, sondern auch in deren Organisation müssen wieder vermehrt regional angepasste Lösungen ermöglicht werden“, sagt Huml. „Ob Arzneimittel, Hebammen oder Hilfsmittel – immer wieder sind wir in Bayern mit den Folgen von realitätsfernen oder verspäteten Berliner Entscheidungen konfrontiert.“
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