Die Riester-Rente sei eine Erfolgsgeschichte, sagt Martin Gräfer, Vorstand der Versicherungsgruppe die Bayerische und Mitbegründer der Initiative Pro Riester. Aber man müsse an einigen Stellschrauben drehen, damit das auch in Zukunft so bleibe.
Dem stimmt auch Joachim Haid zu, Geschäftsführer von Softfin und ebenfalls Mitbegründer der Initiative. „Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Tarife an das Niedrigzinsumfeld und den geänderten Rahmenbedingungen anzupassen“, sagt er.
Folgende Vorschläge haben die Verantwortlichen der Initiative daher dem Wirtschaftsrat der CDU vorgeschlagen.
Erstens: Individuelle Beitragsgarantie. Der Kunde soll künftig je nach seinem Sicherheitsbedürfnis die Beitragsgarantie selbst gestalten dürfen. Oder, man müsse die Beitragsgarantie auf 80 Prozent senken.
Zweitens: Keine Anrechnung auf die Grundsicherung. Ein ausreichend hoher Freibetrag soll die private Altersvorsorge für Geringverdiener wieder attraktiver machen.
Drittens: Die Initiative fordert auch eine Indexierung der Zulagen und des maximal geförderten jährlichen Sparbetrags.
Viertens: Für viele ist er hochkomplex – der Zulagenprozess. Daher sollte man diesen vereinfachen, heißt es bei Pro Riester. Wie? Die zentrale Zulagenstelle abschaffen und die Förderung über die Finanzämter am Wohnsitz des Sparers abwickeln.
Fünftens: Mehr Leute riestern lassen. Die Riester-Experten fordern, dass man den Kreis der Förderberechtigten erweitert auf alle Steuerpflichtigen. Dadurch könnten dann zum Beispiel auch Selbstständige riestern.
Sechstens: Der Gesetzgeber soll verpflichten Vorgaben für Netto- und Honorartarife im Riester-Bereich machen. So könne man deren Verbreitung fördern.
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