In dem Abrechnungsskandal in der GKV geht es darum, dass Krankenkassen Ärzte dazu angehalten haben, ihre Patienten kränker zu machen als sie sind, um mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds zu erhalten.
Wie die Berliner Zeitung und die Bild berichten, hat die Barmer aber wohl selbst nachträglich Diagnosen geändert und ergänzt. Auf Nachfrage der beiden Zeitungen hat die Krankenkasse dies eingeräumt. Ihr Grund: „Uns geht es um eine korrekte und lückenlose Kodierung von Behandlungsfällen und nicht um eine Veränderung von Diagnosen“, sagte ein Sprecher den Zeitungen. Auch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin gab den Berichten eine Korrektur der Daten zu. Sie sei aber nur aktiv geworden, weil die Daten „nicht die gewünschte Konsistenz“ aufwiesen.
Das Bundesversicherungsamt sieht darin ein unzulässiges Verhalten und hat daher nun das offiziell Prüfverfahren eingeleitet. „Eine zusätzliche medizinische Bewertung und Nacherfassung von Diagnosedaten ist im RSA-Verfahren nicht vorgesehen und rechtswidrig“, so ein Sprecher gegenüber den Zeitungen.
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