Neue Regeln in der Pflege ab 2017

„Sterben zweiter Klasse nicht aus der Welt geschafft“

Seit wenigen Tagen gilt der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff. Doch nach Ansicht von Experten wird die Reform das „Sterben zweiter Klasse“ in der Pflege nicht aus der Welt schaffen. Die Inflation der vergangenen 20 Jahre habe den Geldwert der Pflege-Leistungen inzwischen „weggefressen“, meint Reform-Kritiker Eugen Brysch. Das könne auch die Beitragserhöhung, die der gesetzlichen Pflegeversicherung 5 Milliarden Euro mehr bringen soll, nicht ausgleichen.
© dpa/picture alliance
Im Januar tritt der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff in Kraft. 1,6 Millionen Demenzkranke sollen dann mehr Leistungen erhalten.

Diese Pflegereform sei „längst überfällig“ gewesen, findet Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz – und doch reiche sie längst nicht aus, um Pflege gut und menschenwürdig zu organisieren.

„Real bekommen die Menschen heute sogar weniger Leistungen als 1996“, meint Brysch. Denn die Inflation der vergangenen 20 Jahre habe den Geldwert der Leistungen inzwischen „weggefressen“. Das werde auch die Beitragserhöhung in der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht ausgleichen – obwohl die Pflegekassen dadurch fünf Milliarden Euro mehr erhalten sollen.

Was sich ab Januar 2017 in der Pflege ändert und was Experten an der Reform kritisieren, lesen Sie hier.

 

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