Online-Versicherungsvergleich

Makler müssen sich auf den Wandel einstellen

Trotz vieler Klagen von Maklern und Verbänden gegen die Konkurrenz aus dem Internet, sind Portale wie Check24, Finanzen.de und Verivox weiter auf dem Vormarsch. Es geht um viel Geld und auch um die Zukunft der Versicherungskaufleute. Will man auch künftig weiter am Markt teilhaben, gilt es, sich auf den Wandel einzustellen und die Portale aus dem Netz einem Test zu unterziehen, findet Dennis Schubert, Redakteur beim Portal versicherungen-online.de.
© dpa/picture alliance
Ein Teilnehmer einer Entwicklerkonferenz in San Francisco schaut sich eine Sammlung von Android-Geräten an: Die zunehmende Digitalisierung und Technisierung kann Maklern in ihrem Alltag eine große Hilfe sein.

Natürlich nutzen bereits etliche Versicherungskaufleute und Makler die Angebote im Internet – anders würden viele dieser Portale auch gar nicht funktionieren. Viele Versicherunge wie eine private Krankenversicherung (PKV), können gar nicht ohne menschlichen Kontakt abgeschlossen werden. Das hat gleich mehrere Gründe, denn bei einer PKV müssen Tarife und Pakete auf den Versicherten angepasst werden. Auch steht ein Gesundheitscheck an, den der Berater vor Ort mit dem Interessenten durchführt.

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Nichtsdestotrotz nutzen immer mehr Menschen sogenannte Online-Versicherungsvergleiche, die Daten aufnehmen und dann als sogenannten „Lead“ an Makler verkaufen. Je nach Versicherungsprodukt kosten diese zwischen 10 und 100 Euro. Vor allem eine PKV gliedert sich hier am oberen Ende ein.

Die mühsame Neukundenarbeit kann entfallen

Der Vorteil ist hierbei klar: Makler können sich die Neukundenarbeit und -suche sparen, da diese die Tippgeber-Seiten wie das PKV-Portal Versicherungen-online.de übernehmen. Der User gibt dort in den Vergleich seine Daten ein, diese werden an Check24, Finanzen.de und so weiter weitergeleitet und der Makler kann sie nun gegen ein Entgelt erwerben. Direkt im Anschluss ist eine Kontaktaufnahme via Telefon, Mail und Post möglich.

Kunden, die über derartige Portale als „Lead“ entsteht, neigen zudem dazu, eher eine Versicherung abzuschließen. Der Grund hierfür liegt auf der Hand. Der potentielle Interessent hat bereits erste Informationen bekommen und sich nachweislich mit dem Thema auseinandergesetzt. Auch wird auf den Portalen meist klar dargestellt, wer überhaupt eine bestimmte Versicherung abschließen kann und wer nicht.

Damit man jedoch vor sogenannten „Fake-Anfragen“ geschützt ist, gibt es für Makler meist eine Stornofunktion. Sind gewissen Daten falsch oder ist der Interessent innerhalb von sechs Wochen nicht erreichbar, nicht versicherbar oder hat kein Interesse, kann die Lead-Gebühr erstattet werden. Das finanzielle Risiko kann so deutlich minimiert werden, während die eigene Arbeit effektiver vonstattengeht. Komplett risikofrei ist es trotzdem nicht, denn ist der potenzielle Kunde versicher- und erreichbar, will nur nicht zum Abschluss kommen, ist die Lead-Gebühr umsonst bezahlt worden. Hier muss also auch weiterhin in gute Kundenarbeit vor Ort investiert werden.

Ganz ohne eigene Arbeit geht es nicht

Bei all den Vorteilen, die für Versicherungsmakler hier entstehen können, sollte man allerdings auch verstehen, dass nach wie vor gute Arbeit vor Ort geleistet werden muss. Zwar kann durch Portale im Internet die Akquise deutlich vereinfacht werden, doch ist dies kein Garant für zuverlässige Einnahmen. Alles in allem ändert es aber nichts daran, dass sich Makler mit diesem Thema auseinandersetzen müssen, wollen sie auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten konkurrenzfähig bleiben. Nur durch das Bestandskundengeschäft alleine wird es vermutlich nicht mehr bei jedem klappen. Darauf zu bauen, dass die Online-Vergleiche eventuell irgendwann einmal verschwinden und alles wie früher ist, sollte man definitiv nicht.

Über den Autoren

Dennis Schubert beschäftigt sich seit Jahren mit dem Bereich der Versicherungen und des Online Marketings. In diesem Rahmen ist er Teil der Redaktion von Versicherungen-online.de und arbeitet täglich daran, Versicherte über Themen zur Privaten Krankenversicherung und weiteren Produkten zu informieren.

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