Rund 17 Millionen BU-Verträge gebe es In Deutschland. Das Gros davon, nämlich etwa 13 Millionen Verträge seien Lebensversicherungen mit Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ). Komme es zum Ernstfall einer Berufsunfähigkeit (BU) seien die Betroffenen im Schnitt 47 Jahre alt.
Und in 70 Prozent der Fälle gebe es dann auch Geld vom Versicherer – und zwar ohne Rechtsstreit –, stellten die Analysten von Finanztest fest. Manchmal werde die BU dabei aber nur befristet anerkannt, nach dem Stichtag fällt dann eine weitere Prüfung an.
Die Analysten geben Verbrauchern dann auch ein paar Tipps, wie sie die Chance auf Anerkennung ihres BU-Leistungsantrags erhöhen können. Denn eine schwere Krankheit an sich reiche dem Versicherer manchmal nicht als Grund zur Zahlung aus. Hier könne eine Tätigkeitsbeschreibung helfen, die eindeutig beweist, warum der neue eingeschränkte Gesundheitszustand den Betroffenen daran hindert, seine zuletzt ausgeübte Arbeit weiterzuführen.
Vor Gericht stehen die Chancen bei 50:50
Sorgfältig müssten die Verbraucher außerdem beim Ausfüllen der Formulare vorgehen, sich am besten Unterstützung durch spezialisierte Dienstleister und Rechtsanwälte einholen und alle Dokumente an den Versicherer schicken, die die BU beweisen.
Geht es doch vor Gericht, liegt die Chance, dass der Kunde gewinnt etwa bei 50:50, berichtet Finanztest weiter. Habe der Kunde eine Rechtsschutzversicherung, übernehme sie in der Regel die Kosten.
Weitere Ergebnisse, die die Finanztester aus der Analyse der 143 Gerichtsentscheide gezogen haben, sind:
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