Anlageverhalten

Kunden suchen in Sachen Geldanlage am liebsten Rat beim Berater

In Sachen Geldanlage informieren sich 41 Prozent der Deutschen am liebsten bei ihrem Finanzberater und lassen ihn auch gleich die zugehörigen Transaktionen abschließen. Trotzdem: Auch Online-Alleingänge werden wohl in den kommenden Jahren beliebter – diesen Ausblick gibt eine aktuelle Umfrage.
© Panthermedia
Eine Beraterin im Gespräch mit Kunden: Finanzberater liegen in den Umfragewerten zum Anlageverhalten vorn.

Finanzberater genießen als Experten in Sachen Geldanlage weiterhin einen guten Ruf. 41 Prozent der Deutschen lassen sich am liebsten von einem Finanz- oder Bankberater über dieses Thema aufklären. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der Hamburger Sutor Bank in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Explorare.

Mehr zum Thema

„Frauen übernehmen zu wenig Eigenverantwortung bei Finanzen“

Pfefferminzia: Wie lautet Ihre Unternehmensphilosophie? Manuela Klüber-Wiedemann: Meine Philosophie lässt sich recht kurz zusammenfassen. Ich…

„Viele Berater wissen nicht, was Kunden unter sinnvoller Beratung verstehen“

Pfefferminzia: Einer Ihrer Forschungsschwerpunkte ist die Sinnökonomie. Was genau versteht man darunter? Bernd Ankenbrand: Historisch…

Kanada diskutiert über ein Provisionsverbot

Kanadas Finanzaufsicht plant ein Provisionsverbot in der Anlageberatung. Vorbild ist dabei Großbritannien: Hier sind seit…

Es zeigt sich auch, dass die Bundesbürger, sofern sie einen haben, mehr als zufrieden mit ihrem Berater sind. Auf einer Skala von 1 (sehr unzufrieden) bis 6 (sehr zufrieden) lag die Bewertung der Beratung durch die Befragten bei insgesamt 4,32.

Und:

Mehr als die Hälfte (62 Prozent) der Befragten hat den Dienst eines Beraters schon einmal in Anspruch genommen. 38 Prozent haben sich solch eine Hilfe noch nie geholt.

Knapp 41 Prozent lassen sich aber trotzdem vor einer Investition beraten – der Ansprechpartner darf dann auch gleich die Transaktion durchführen. 23 Prozent machen lieber alles selbst online. Und weitere 37 Prozent nutzen beide Möglichkeiten.

„Die Nutzung von Online-Angeboten rund um die Geldanlage dürfte in den kommenden Jahren immer selbstverständlicher werden“, sagt Lutz Neumann, Leiter Vermögensberatung der Sutor Bank. An die Genauigkeit eines Beraters kämen sie aber bisher noch nicht ran.

Die Umfrage zeigt auch, dass sich nur wenige Anleger regelmäßig um ihr Vermögen kümmern. Zwar setzen sich immerhin 10 Prozent täglich mit ihrer Geldanlage auseinander, 11 Prozent jede Woche sowie 20 Prozent einmal pro Monat.

Aber:

Insgesamt 41 Prozent nehmen sich entweder nur einmal im Quartal, halbjährlich oder gar einmal pro Jahr die Zeit dafür. Rund 17 Prozent der Befragten beschäftigen sich überhaupt nicht mit dem Thema Geldanlage.

Wenn es um die Informationsbeschaffung geht, sind erneut die Finanz- und Bankberater vorn (46 Prozent). Zeitungen und Zeitschriften nutzen 43 Prozent. Immerhin jeder Dritte (34 Prozent) besucht die Online-Seiten von Banken. Aber auch Vergleichsportale finden mehr und mehr Nutzer (28 Prozent). Jeder Vierte nutzt lieber den Freundes- und Bekanntenkreis (26 Prozent).

Auch interessant: Bei der Glaubwürdigkeit liegen Zeitungen und Zeitschriften vor Online-Foren sowie Finanz- und Bankberatern.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia