Produkte der Woche

Neues aus den Ideenschmieden der Versicherer

Die Zurich kämpft gegen Wasserschäden an, die Hanse-Merkur hat einen Corona-Reiseschutz auf den Markt gebracht, die Stuttgarter hat ihre Grundfähigkeitspolice überarbeitet, HDI kooperiert mit einem Carsharing-Dienst, die Württembergische setzt sich für Menschen mit Tinnitus ein und das Insurtech Mailo bietet über 18 Monate hinweg eine Differenzdeckung an.
© picture alliance/Daniel Reinhardt/dpa
Das Gebäude der Hanse-Merkur Versicherung in Hamburg.
Zurich und Sanitärhersteller Grohe wollen Wasserschäden verhindern

Dank einer Zusammenarbeit mit dem Sanitärhersteller Grohe stellt die Zurich Deutschland ausgewählten Wohngebäudeversicherungskunden ab sofort kostenlos die Wassersteuerung „Grohe Sense Guard“ zur Verfügung. Die intelligente Haustechnik messe regelmäßig Wasserdurchfluss und -druck sowie die Systemtemperatur und erkenne so, wenn irregulär Wasser austritt – beispielsweise bei einem Rohrbruch, einem Leck in der Leitung oder sogar einem tropfenden Wasserhahn, schreibt der Versicherer.

Die Zurich wolle so herausfinden, ob sich Wasserschäden damit verhindern lassen: „In unserem Testfeld haben wir erst einmal die Kunden mit der höchsten Wahrscheinlichkeit für einen Schaden ausgewählt, grundsätzlich haben aber rund 80 Prozent unserer Kunden daran Interesse – die Kooperation bietet also deutliches Potenzial für ein positives Kundenerlebnis“, sagt Alexander Bernert von der Zurich Deutschland. „Als Versicherer können wir außerdem Daten erheben, ob so in Zukunft generell Schäden minimiert und somit auch Kosten für Kunden gesenkt werden können.“

Hanse-Merkur startet Corona-Reiseschutzpolice

Trotz Corona in den Urlaub? Viele Deutsche sind beim Thema Reisen momentan eher skeptisch. Die Hanse-Merkur hat reagiert und eine Corona-Zusatzversicherung auf den Markt gebracht, die Unwägbarkeiten der Pandemie sowohl vor Antritt der Reise als auch während der Reise und am Urlaubsort abdeckt. Kunden, die bereits über eine Reiserücktrittsversicherung der Hanse-Merkur verfügen, können das Produkt ab sofort abschließen.

Die Police umfasst eine Storno- und Reisekostenabsicherung, wenn für den Reisenden aufgrund eines Corona-Verdachts zu Hause oder am Urlaubsort eine Quarantäne angeordnet wird. Sollten Reisende ihren bereits angetretenen Urlaub aufgrund einer Quarantäne abbrechen oder verlängern müssen, erstattet der Versicherer darüber hinaus die zusätzlichen Unterkunfts- und Rückreisekosten. Und: Auch im Fall einer Temperaturmessung am Hinreise- oder Rückreisetag, die dazu führt, dass Urlauber ihren Flug nicht antreten oder nicht zu ihrem Ferienhaus reisen können, greift die Absicherung.

HDI kooperiert mit Carsharing-Anbieter „Share Now“

Bisher gab es für Kunden und Geschädigte, die einen Anspruch auf ein Unfallersatzfahrzeug bei der HDI haben, nur zwei Möglichkeiten: entweder einen Ersatzwagen oder die finanzielle Erstattung des Nutzungsausfalls. Seit Kurzem bietet der Versicherer nun auch eine dritte Option an: ein Wertguthaben bei dem Carsharing-Anbieter „Share Now“. Der Vorteil: Kunden müssen ihren Mietwagen nicht bei einer ausgesuchten Werkstatt abholen oder warten, bis dieser zugestellt wird. Sie können einfach selbst entscheiden, ob und wann sie den Gutschein einlösen – denn dieser ist drei Jahre lang gültig. Der Gutschein kann dabei für beliebig viele Fahrten genutzt werden; auch außerhalb des Reparaturzeitraums. Gleichzeitig entfallen Kosten fürs Tanken und Parken.

Württembergische unterstützt Menschen mit Tinnitus

Die Württembergische Krankenversicherung erstattet ihren Kunden mit einer Krankenvollversicherung ab sofort die Kosten für die Nutzung der Tinnitus-App „Kalmeda“. Die Kalmeda-App bietet individuelle Hilfe bei chronischem Tinnitus und fördert onlinebasiert die Linderung der Symptome. Die als Medizinprodukt zugelassene App kombiniert eine kognitive Verhaltenstherapie mit medizinischer Wissensvermittlung, akustischen Hilfen und Entspannungsübungen. Bei Verschreibung durch einen Hals-Nasen-Ohrenarzt erstattet die Württembergische die Kosten in tariflichem Umfang.

Stuttgarter überarbeitet Grundfähigkeitsversicherung

Neuerdings steht die Grundfähigkeitsversicherung der Stuttgarter auch der jungen Zielgruppe offen: Den sogenannten „Grundschutz+“ gibt es nun bereits für Kinder ab fünf Jahren. „In jungen Jahren ist der Gesundheitszustand meist noch sehr gut, und durch den frühen Einstieg ist die Prämie günstiger“, erläutert Klaus-Peter Klapper, Leiter Produkt- und Vertriebsmarketing Biometrie der Stuttgarter.

Einzigartig sei zudem die Option zur Beitragsbefreiung bei Tod des Versorgers. Hierdurch bleibt der Versicherungsschutz des Kindes weiter bestehen, auch wenn der Versorger frühzeitig sterben sollte. Die Stuttgarter übernimmt in diesem Fall die Beitragszahlungen, bis das Kind selbst erwachsen und in der Lage ist, den Vertrag fortzuführen.

Im Zuge der Öffnung des Produkts für Kinder hat die Stuttgarter die Police aber auch an anderen Stellen überarbeitet:

Insbesondere wurden 16 von 23 Leistungsauslösern nachformuliert und verbessert. Beispielsweise wurde das Mobil-Paket um die Nicht-Erteilung des Führerscheins erweitert. Die Beiträge bleiben auf Basis einer soliden Kalkulation nahezu unverändert. Dabei ist immer der Verlust von 15 grundlegenden Fähigkeiten finanziell abgesichert, zum Beispiel das Sehen, Hören und Sprechen, der Gebrauch einer Hand, das Sitzen, Gehen oder Treppensteigen, aber auch Pflegebedürftigkeit und mittelschwere Demenz.

Dazu lässt sich, passend zu Bedarf und Budget, der Leistungsumfang durch drei optionale Zusatzpakete erweitern. Damit können vier weitere Grundfähigkeiten, beispielsweise das Autofahren oder das Heben und Tragen sowie zusätzlich drei psychische Beeinträchtigungen abgesichert werden.

Insurtech Mailo bietet Differenzdeckung in der Gewerbeversicherung an

Der digitale Gewerbeversicherer Mailo bietet seinen Kunden ab sofort eine kostenlose Differenzdeckung für bis zu 18 Monate auf alle Tarife an. Hintergrund ist die anstehende Wechselsaison in der Versicherungsbranche. „Hierbei unterscheiden wir zwischen der Summen-Differenzdeckung und der Konditions-Differenzdeckung, welche der Kunde beide automatisch erhält“, erklärt Armin Molla, Vorstand IT, Vertrieb und Marketing bei Mailo. So könnten Kunden jederzeit Leistungen ergänzen oder die Versicherungssumme erhöhen und müssten so bei Anpassungsbedarf nicht warten, bis die Police auslaufe.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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