Mehr Brände im Advent

Durchschnittlich 3.800 Euro kostet ein Brand in der Weihnachtszeit

Zum Jahresende verzeichnen die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer deutlich mehr Brände als in den anderen Monaten des Jahres, warnt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Um Brände zu vermeiden, ist die wichtigste Regel: Kerzen nur unter Aufsicht brennen lassen.
© picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand
Unbeaufsichtigte Kerzen können schnell zur Brandursache werden.

In der Advents- und Weihnachtszeit brennt es häufiger als in anderen Monaten. Darauf weist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hin. „Rund um Weihnachten und Silvester nehmen die Feuerschäden regelmäßig zwischen 40 und 50 Prozent zu“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. 

Im vergangenen Jahr haben die GDV-Statistiken der Hausrat- und Wohngebäudeversicherer rund 8.000 Brände mehr zum Jahresende registriert. „Die Zahl der Weihnachtsbrände ist im Vergleich zum Vorjahr zwar zurückgegangen, die Kosten pro Brand erreichen mit durchschnittlich 3.800 Euro jedoch einen neuen Höchststand“, sagt Asmussen. 2019 habe der Schadendurchschnitt bei knapp 3.500 Euro gelegen.

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Auch der Jahreswechsel sei brandgefährlich – hier sind querfliegende Silvesterraketen und unachtsam gezündete Feuerwerkskörper häufige Brandquellen. Insgesamt leisteten die deutschen Versicherer für etwa 300.000 Feuerschäden im gesamten Jahr 2020 rund 1,6 Milliarden Euro.

„Je nachdem, was genau gebrannt hat, kommen die Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung für die Schäden auf“, stellt Asmussen fest. Die Hausratversicherung leistet, wenn Einrichtungsgegenstände oder auch Geschenke unter dem Weihnachtsbaum durch ein Feuer zerstört wurden. Die Wohngebäudeversicherung kommt für Schäden am Haus auf, wenn dieses ganz oder teilweise abgebrannt ist.

Tipps, um Brände zu vermeiden

„Leider kommt es häufig zu Bränden, da ganz einfache Regeln des Brandschutzes nicht ausreichend beachtet werden“, so Asmussen. Zum Beispiel dürfen Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen. Häufige Brandursachen seien in Flammen aufgegangene Adventskränze oder Weihnachtsbäume. Daher empfiehlt der GDV:

  • Der Weihnachtsbaum sollte erst kurz vor dem Fest gekauft werden, damit er nicht trocken und dadurch leicht brennbar ist. Regelmäßiges Gießen verhindert das Austrocknen des Baumes.
  • Der Baum sollte nicht in der Nähe von brennbaren Stoffen wie den Vorhängen aufgestellt werden. Am besten verzichtet man auf leicht entflammbares Material am Baum, wie beispielsweise Strohsterne.
  • Die Kerzen am Weihnachtsbaum sollten nie unbeaufsichtigt angezündet und Kinder und Haustiere immer im Auge behalten werden.
Wichtig: Überall Rauchmelder installieren

Rauchmelder können nicht nur in der Weihnachtszeit Leben retten. In privaten Wohngebäuden sind sie in allen Bundesländern Pflicht. Vorgeschrieben ist die Installation in Schlafräumen und Fluren, die als Rettungsweg dienen. Am besten sollten die qualitativ hochwertigen Rauchmelder jedoch in jedem Raum einer Wohnung oder eines Hauses eingebaut werden.

Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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