Hessen will Eigenheimbesitzer aufklären

Nur jedes dritte Haus gegen Wetterextreme versichert

In Hessen ist nur jedes dritte Wohngebäude (33 Prozent) gegen sogenannte Elementargefahren wie Starkregen, Überschwemmung und Hochwasser versichert – das sind deutlich weniger als der Bundesdurchschnitt (40 Prozent), wie aktuelle Daten des Versicherungsverbandes GDV zeigen. Das Bundesland startet jetzt eine Informationsoffensive, um seine Bürger auf die drohende Gefahr hinzuweisen.
© GDV
90 Prozent der Hausbesitzer sehen in Feuer eine große Gefahr für ihre Immobilie, nur 12 Prozent halten Starkregen und Überschwemmungen für gefährlich.

Obwohl Hessen in den vergangenen Jahren mehrfach von extremen Unwettern heimgesucht worden sei, unterschätzten die meisten Hausbesitzer weiterhin die Gefahren für ihr Eigenheim, berichtet der GDV. Dabei würden in manchen Jahren bereits mehr Häuser durch Überschwemmungen zerstört als durch Brände, wie GDV-Geschäftsführer Bernhard Gause ergänzt.

Feuer gilt als größere Gefahr

Allerdings halten 90 Prozent der Hausbesitzer Feuer für eine große Gefahr für ihre Immobilie, während nur 12 Prozent Starkregen und Überschwemmungen als gefährlich ansehen, teilt der GDV auf Basis einer beauftragten GfK-Umfrage mit (siehe Grafik).

Um das Bewusstsein in der hessischen Bevölkerung für drohende Naturgefahren zu erhöhen, hat die Landesregierung eine Aufklärungskampagne unter dem Titel „Hochwasser und Naturgefahren – richtig vorsorgen in Hessen“ gestartet. Mit im Boot sitzen neben dem GDV auch die Verbraucherzentrale Hessen.

Eine Elementarschadenversicherung ist nötig, damit sich Eigenheimbesitzer und Mieter vor den finanziellen Folgen von extremen Naturereignissen wie Starkregen, Überschwemmung und Hochwasser absichern können. Ebenfalls versichert sind Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und sogar Vulkanausbrüche.

Die Elementarschadenversicherung wird in der Regel als optionaler Zusatzbaustein zur Hausrat- und Wohngebäudeversicherung angeboten.

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Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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