360 Millionen Euro Schadenersatz mussten die deutschen Versicherer im vergangenen Jahr für Einbrüche leisten – das ist so wenig wie zuletzt vor acht Jahren. Im Vergleich zum Jahr 2016 bedeutet das einen erneuten Rückgang von rund 20 Prozent, wie Zahlen des Branchenverbands GDV zeigen. Dessen Präsident warnt jedoch davor, sich auf dieser Entwicklung auszuruhen.
Die vermeintliche Trendwende beim Thema Einbruch sei eine Illusion, sagte Wolfgang Weiler. „Damit wir nicht wieder einen Anstieg wie vor zehn Jahren sehen, sind weiterhin alle Anstrengungen notwendig“, forderte er. Und weiter: „Das Niveau der Einbruchzahlen bleibt hoch, die Unterschiede zwischen den Bundesländern erheblich.“
Zeit sichert Geld: Fast jeder zweite Einbruchsversuch wird abgebrochen, wenn es nicht schnell genug geht
Ein naheliegender Grund für die guten Zahlen ist die Bereitschaft der Deutschen, mehr Geld in Sicherheitstechnik zu stecken. Fast 45 Prozent der Einbruchsversuche werden laut GDV abgebrochen, etwa wenn die Täter nicht schnell genug reinkommen.
Wer direkt in einen Neubau entsprechende Sicherheitstechnik einbaue, spare daher Geld. „Hierfür müssten die Bauvorschriften angepasst werden“, fordert Weiler. „Zusammen mit einer intensiven Strafverfolgung und Aufklärung könnte dies die grundsätzlich positive Entwicklung der Einbruchzahlen fortschreiben.“
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