Als Schutz bei Naturkatastrophen

Öffentliche Versicherer gründen Naturkatastrophen-Schadenpool

Die Überschwemmungskatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 hat einige Versicherer wegen der Masse an zum Teil sehr hohen versicherten Schäden schwer belastet. Um hier in Zukunft besser gewappnet zu sein, haben die Öffentlichen Versicherer nun einen Naturkatastrophen-Schadenpool eingerichtet.
© picture alliance / imageBROKER | Stefan Ziese
Ein durch die Flutkatastrophe 2021 zerstörtes Haus im Ahrtal: Die Flut forderte nicht nur Menschenleben, sonder zerstörte auch viele Wohnhäuser und Gewerbeimmobilien.

Die öffentlichen Versicherer, zu denen unter anderem der Provinzial-Konzern, die VGH Versicherungen und die SV Sparkassenversicherung gehört, haben einen Naturkatastrophen-Schadenpool aufgelegt. Ziel ist es, dass nach einer regionalen Naturkatastrophe wie beispielsweise der Überschwemmung im Juli 2021 im Ahrtal, nicht ein Versicherer überbordend belastet wird.

Der Pool ist als Ergänzung zum konventionellen Rückversicherungsschutz gedacht und ist mit einer Kapazität von bis zu einer halben Milliarde Euro ausgestattet. Organisiert wird er von der Deutschen Rück. Priorität und Haftung orientieren sich im Ernstfall daran, wie sehr ein Versicherer durch Naturgefahrenschäden betroffen ist.

„Alle öffentlichen Versicherungsunternehmen sind durch den neuen Naturkatastrophen-Schadenpool den Herausforderungen schwer einzuschätzender Extremwetterereignisse infolge des Klimawandels regional noch besser gewachsen“, sagt Wolfgang Breuer, Präsident des Verbands öffentlicher Versicherer.

Zudem positionierten sich die öffentlichen Versicherer vor dem Hintergrund der politischen Diskussion über die Erhöhung der Versicherungsdichte. Breuer: „Mit ihrem schnellen und entschiedenen Handeln zeigen die öffentlichen Versicherer, dass sie in der Lage sind, mit dem Klimawandel einhergehende Risiken bei steigender Versicherungsdichte vorausschauend zu managen und wirksam abzusichern.“ Die neun Unternehmensgruppen der öffentlichen Versicherer versichern nach eigenen Angaben fast jedes dritte Haus in Deutschland.

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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