Studie

Weihnachtsgeld fließt oft in Konsumgüter statt in Vorsorge

Etwa jeder Zweite hierzulande bekommt ein 13. Gehalt – auch bekannt als Weihnachtsgeld. Doch anstatt das in die Vorsorge zu stecken, nutzen es viele lieber für den privaten Konsum als für die Altersvorsorge.
© Pixabay
Geld auf dem Gabentisch: Weihnachtsgeld nutzen die Deutschen nur selten für die Vorsorge.

Rund 55 Prozent der deutschen Arbeitnehmer bekommen zum Fest im Dezember zusätzlich zum normalen Gehalt auch Weihnachtsgeld. Das zeigt eine aktuelle Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung, welche das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) in Auftrag gegeben hat.

Im Schnitt bekommen Männer häufiger ein 13. Gehalt. Und: Während 57 Prozent der Arbeitnehmer im Westen Deutschlands Weihnachtsgeld erhalten, sind es im Osten nur 43 Prozent.

Einen weiteren Unterschied macht es, ob man für ein tarifgebundenes Unternehmen arbeitet oder nicht: Während 74 Prozent aller tarifvertraglich Beschäftigten Weihnachtsgeld erhalten, sind es in Betrieben ohne Tarifvertrag weniger als die Hälfte (44 Prozent). 

Konsum statt Vorsorge

Wie eine andere Befragung der Fondsgesellschaft Fidelity zeigt, nutzen nur die wenigsten das Weihnachtsgeld für die Altersvorsorge. Nur 8 Prozent würden es in Aktien oder Fonds anlegen. 4 Prozent haben ihren Angehörigen immerhin schon einmal Wertpapiere geschenkt.

47 Prozent nutzen das Bonusgehalt lieber für den kurzfristigen Konsum ausgeben. Gut jeder Dritte (35 Prozent) der Befragten möchte das Geld aber auch einfach auf dem Girokonto liegen lassen. 

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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