Roland ist geschieden, sein Sohn volljährig und wohlhabend. Seit über 20 Jahren lebt Roland mit seiner jetzt 55-jährigen Partnerin. Sie sind nicht verheiratet.
Um seine Partnerin abzusichern, bestimmt Roland sie in einem Testament als Alleinerbin der gemeinsam genutzten Immobilie. Der Wert des Hauses beträgt 400.000 Euro. Nach seinem Tod jedoch erbt sein Sohn wegen des Pflichtteilanspruchs die Hälfte des Immobilienwerts, also 200.000 Euro. Diesen Betrag muss die Lebenspartnerin in bar auszahlen.
Erzielt sie beim Verkauf der Immobilie statt des eigentlichen Werts nur 300.000 Euro, da sie unter Druck steht, muss sie dennoch 200.000 Euro an den Sohn zahlen. Für sie selbst bleiben also nur 100.000 Euro statt eines Hauses mit einem Wert von 400.000 Euro, wie es gedacht war. Darüber hinaus fällt Erbschaftssteuer für sie an – und zwar ordentlich. Denn für Schenkungen und Erben an Personen, die keine Angehörigen sind, gilt lediglich ein Freibetrag in Höhe von 20.000 Euro. So oder so ist das gewählte Testament nicht optimal.
„Solche Fälle geschehen leider häufig“, berichtet Lutz Arnold, Inhaber der Berliner Anwaltskanzlei Arnold aus seinem Alltag. „Der Erblasser nimmt an, an alles gedacht und gut vorbereitet zu haben. Stattdessen bereitet die Erbschaft eher Probleme.“
Dabei hätte es laut Arnold mehrere, recht einfache Lösungen gegeben: „Die Lebenspartner hätten heiraten können, um für die Partnerin dann hier einen 100-prozentigen Erbschaftssteuerfreibetrag zu bekommen. Auf jeden Fall wäre ein lebenslanges Wohnrecht sinnvoll gewesen. Außerdem hätte die Partnerin einen Kredit in Höhe von 100.000 Euro, den sie selbst noch maximal erhalten hätte, aufnehmen können. Wäre sie dann die Begünstigte einer Risikolebensversicherung mit einer Summe von 100.000 Euro gewesen, hätte sie den Sohn auszahlen können.“
Zuwendungen, insbesondere wenn keine direkte Verwandtschaft besteht, sind hinsichtlich der Steuerbelastung des Begünstigten schwieriger zu lösen als innerhalb der Familie. Allerdings kann es dort ebenso heikel werden, wenn das Vermögen sehr hoch ist und die familiären Freibeträge nicht ausreichen.
Ein Beispiel:
Ein vermögender ehemaliger Rechtsanwalt konnte neben einer Eigentumswohnung in Hamburg (Wert etwa 300.000 Euro) drei Mehrfamilienhäuser in Westerland auf Sylt erwerben. Der Immobilienwert beträgt derzeit rund 3 Millionen Euro. Weitere 100.000 Euro sind auf seinem Konto. Er ist verwitwet und sein einziges Kind, eine Tochter, soll eines Tages das gesamte Vermögen erhalten. Dabei ist ihm wichtig, dass möglichst alle Immobilien weiter im Familienbesitz bleiben, und die Hamburger Wohnung zur Tilgung der Steuerlast nicht etwa verkauft werden muss. Außerdem vermutet der Jurist eine weitere Wertsteigerung der Häuser. Aktuell würde sich die Erbschaftssteuer auf etwa 570.000 Euro belaufen.
Was kann er also heute tun, damit sich seine Tochter das Erbe überhaupt leisten kann?
Zum einen könnte er die gesamten Mieteinnahmen der Sylter Immobilien in Höhe von monatlich 6.000 Euro auf die hohe Kante legen. In etwa acht Jahren hätte er die zum jetzigen Zeitpunkt fälligen Steuern von 570.000 Euro zusammen. Doch auch auf das Geld würde Erbschaftssteuer anfallen. Außerdem weiß er nicht, ob er so lange lebt und sehr wahrscheinlich sind die Häuser dann mehr wert als jetzt.
Eine Alternative wäre eine lebenslange Todesfallversicherung mit einer Todesfallleistung von 700.000 Euro. Dafür investiert er ebenfalls die 6.000 Euro Mieteinnahmen. Im Falle seines Todes kurz nach Abschluss der Versicherung sind die Steuerforderungen für die Immobilie und auf die Versicherungssumme fast gedeckt. Nach 10 beziehungsweise 20 Jahren Laufzeit der Versicherung ist zudem die zu erwartende höhere Steuerlast aufgrund der Wertsteigerung der Immobilien abgefedert.
„Die Wünsche des Kunden werden durch die lebenslange Todesfallversicherung erfüllt“, stellt Malte Wolter, Gruppenleiter Produktmanagement der Condor Leben fest. „Er benötigt eine schnelle Lösung, um eine eventuell anfallende Erbschaftssteuer schnellstmöglich abzusichern. Er bezieht eine steigende Steuer aufgrund der Immobilienwertsteigerung in seine Überlegungen ein und möchte seine Tochter auch für diesen Fall ausrüsten – und letztlich bleiben die Immobilien im Familienbesitz und sichern weiterhin Einkommen aus den Mieteinnahmen.“
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