Mehr Aktien, weniger Staatsanleihen

Versicherer gehen ins Risiko

Negative Renditen, enge Spreads und hohe Aktienkurse: Versicherer tun sich immer schwerer damit, in einem zunehmend schwierigen Umfeld attraktive Anlagemöglichkeiten zu finden.
© Getty Images
Aktienkurse: Auf 10-jährige Bundesanleihen gibt es derzeit nur noch 0,1 Prozent Zinsen. Auf andere Rentenpapiere müssen Anleger gar schon draufzahlen. Auch für Versicherer geht der Trend deshalb eher in Richtung Aktien.

Dieses Jahr sind Versicherer somit pessimistischer als in den vergangenen vier Jahren. Das ergab eine Studie von Goldman Sachs Asset Management (GSAM) unter 267 Investment- und Finanzchefs von Versicherungsgesellschaften.

Versicherer sind zwar der Meinung, dass die Branche gut kapitalisiert sei, so das Studienergebnis. Sie tun sich aber immer schwerer damit, in einem zunehmend herausfordernden Umfeld attraktive Anlagemöglichkeiten aufzutun. Belastende Faktoren sind dabei negative Renditen, enge Spreads und hohe Aktienkurse.

Um im aktuellen Niedrigzinsumfeld überhaupt Renditen zu erzielen, wollen viele Versicherer risikoreichere Papiere kaufen. Ein Drittel der befragten Versicherer weltweit wollen das Portfoliorisiko insgesamt ausbauen, so ein weiteres Studienergebnis. „Die Befragten sind überzeugt, dass Aktien Kreditprodukte übertreffen werden“, sagt Michael Siegel, globaler Leiter der Versicherungs-Vermögensverwaltung bei GSAM.

Außerdem geht der Trend hin zu weniger liquiden Assetklassen. Damit sind gewerbliche Hypothekarkrediten, Infrastrukturkrediten, Private Equity und Krediten an mittelständische Unternehmen gemeint. Den Anteil hochliquider Assets wie Bargeld und kurzlaufenden Papieren sowie Staatsanleihen wollen die Versicherer hingegen verringern.

Die besten Gewinne werden in diesem Jahr nach Ansicht der meisten Befragten Private-Equity-Produkte sowie US- und europäische Aktien erzielen. Am wenigsten erträglich werden laut Versicherern die Rohstoffe sein.

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