Die gestiegenen Renditen an den Anleihemärkten haben deutliche Spuren in den Vermögen europäischer Versicherer hinterlassen. Die gesamten Vermögenswerte gingen im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres um 456 auf 8.480 Milliarden Euro zurück. Das entspricht 5,1 Prozent und geht aus Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB) hervor.
Sie liefern auch Einblicke in die Struktur der Geldanlagen. Den größten Anteil (35,6 Prozent) machen Anleihen aus, gefolgt von Investmentfonds (29,7 Prozent), Aktien (13,4 Prozent) und Krediten (6,9 Prozent).
Außerdem wird klar, wie stark die Zinswende auf die Anleihekurse drückte. Denn die reinen Anleihebestände sanken von 3.296 auf 3.023 Milliarden Euro. Allerdings hatten die Versicherer nur für 25 Milliarden Euro Papiere verkauft. 248 Milliarden Euro machten hingegen gesunkene Kurse und weitere Veränderungen aus. Das sind 7,5 Prozent.
Die folgende Grafik dröselt die Positionen etwas weiter nach Emittentenklassen auf. Dabei zeigt sich, dass die Versicherer den größten Rutsch bei Euro-Staatsanleihen verzeichneten, die nichteuropäischen Positionen hingegen sogar zulegten. Was sicherlich auch daran gelegen hat, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro an Wert gewonnen hat. Denn so etwas schlägt sich im Euro-Wert von Dollar-Anleihen nieder.

Etwas stabiler verhielten sich die Investmentfonds. Dort fiel der Bestand von 2.676 auf 2.518 Milliarden Euro. Den Kursrutsch beziffert die EZB mit 174 Milliarden Euro, was 6,5 Prozent entspricht.
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