Die Zurich Lebensversicherung hat sich in der jüngeren Vergangenheit gefühlt eher mit der Ausschließlichkeit und den Banken beschäftigt. Ähnlich wie bei der Allianz hat man aber auch in Köln festgestellt, dass der Vertriebsweg Makler noch deutlich Luft nach oben bietet, und man handelt inzwischen auch sichtbar danach.
Die Zurich ist einer der fünf größten Lebensversicherer in Deutschland. Der Marktanteil liegt bei knapp 4 Prozent. 28 von 30 Dax-Unternehmen sind bei der Zurich versichert. Die Mutter „Zurich Insurance Group“ ist die Nummer 1 in der an Finanzkonzernen nicht armen Schweiz und die Nummer 5 unter den Erstversicherern der Welt.
Also, kommt es doch auf die Grüße an? Im Hinblick auf die Altersversorgung, bei der wir von Vertragsbeziehungen sprechen, die auch mal 100 Jahre dauern können – jawohl! Unbedingt, da ist Größe ein mitentscheidender Faktor.
Aber noch wichtiger ist das Produkt und da setzt man bei der Zurich Leben sehr auf die Fondspolice Vorsorgeinvest Spezial. Und ja, blickt man auf die Faktoren Kosten, Nachhaltigkeit und der oben angeführten Größe in Kombination, kann man daraus ohne Zweifel ableiten, dass sich das Produkt für die Altersvorsorge eignet.
Nicht die günstigsten, nicht die teuersten. Die Verwaltungskostenquote wurde knapp unter 10 Prozent gehalten. Bei den Versicherungsmantelkosten ist die Zurich mit 0,78 Prozent im Bereich der Allianz (0,8 Prozent), also relativ hoch an der Stelle. Ausgeglichen wird das durch die große Auswahl an Einzel-ETFs (ab 0,07 Prozent) und ETF-Portfolios (0,3 Prozent).
Nachhaltigkeit oder ESG (für die Kriterien Environment, Social, Governance – Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) ist nicht nur ein Trend-, sondern ohne Zweifel ein Mega-Thema. Und es lässt sich festhalten, dass diese Kriterien eine umso größere Rolle spielen, je jünger der Kunde ist. Natürlich springen jetzt viele, nein, alle auf den Zug auf, aber die Zurich hat schon in der Vor-Greta-Zeit auf die grüne Karte gesetzt. Durch die vier ESG-Depotmodelle mit institutionellen Anteilsklassen und vor allem durch die zwei schönen ESG-Einzel-ETFs (Xtrackers ESG MSCI Europe und World) mit jeweils nur 0,2 Prozent laufenden Kosten, setzt man sich hier schon sehr schön in Szene.
Die Kunden schauen da inzwischen schon genauer hin, denn nur mit dem bloßen Etikett „ESG“ lassen sich die meisten nicht mehr überzeugen. Klar, Waffenhersteller haben sie alle nicht mehr drin. Dahinter arbeiten fast alle mit dem „best-in-class“-Ansatz. Welches Unternehmen also in seiner Branche führend ist beim Thema Nachhaltigkeit, das kommt in den Topf. Da gibt es bei der Zurich einen Anlageausschuss, der das professionell handhabt. Für den Investment-Auswahl-Prozess gab es dafür schon Auszeichnungen, und dass die Zurich sowohl für sich als auch für deren Partner das mit der Nachhaltigkeit ernst nimmt, erschließt sich, wenn man das Whitepaper liest, das schon sehr tief geht.
Wer es sich in der Vorsorgeinvest Spezial einfach machen will, nimmt einen der oben erwähnten Nachhaltigkeits-ETFs. Bei der Welt-Variante nehmen beispielsweise Microsoft und Alphabet fast 10 Prozent ein, aber auch Werte wie Walt Disney, Visa oder Home-Depot kommen – zumindest oberflächlich betrachtet – unverdächtig daher.
Siehe oben.
Bei ein paar Dingen muss man – wie bei jedem Versicherungsprodukt – aufpassen. Die Zurich versäumt nie, darauf hinzuweisen, dass Rückvergütungen der Fondsgesellschaften an den Kunden zu 100 Prozent ausbezahlt werden. Im Angebot steht das auch drin, aber mit einem etwas anderem, durchaus bedeutsamem Zungenschlag: „Die Rückvergütung, die auf das Fondsguthaben entfällt, schreiben wir dem Vertrag über die laufende Überschussbeteiligung – derzeit in vollem Umfang – gut.“ So ist’s dann klar.
Der garantierte Rentenfaktor ist „vorsichtig kalkuliert“, das wird sogar in den Bedingungen so erwähnt. Heißt also, obwohl der Faktor gar nicht schlecht ist – im Wettbewerb gibt es höhere. Für wen das ein entscheidendes Kriterium ist: Condor oder Continentale versprechen hier auf jeden Fall mehr. Nachträgliche Vertragsveränderungen wie Beitragserhöhungen stellen in der Vorsorgeinvest Spezial nicht auf die Vertragsgrundlagen bei Beginn ab, sondern richten sich nach den Gegebenheiten zum jeweiligen Zeitpunkt. Auch das hat man schon kundenfreundlicher gesehen. Wobei: Nicht alles, was für den Anbieter gut ist, muss für den Kunden schlecht sein. Zu große Versprechungen sind erst recht nichts – Grüße an die Pensionskassen der Caritas, der Steuerberater und der Kölner PK…
Schlussüberschüsse werden gebildet, es ist dem Kunden aber zugesichert, dass er anteiligen Anspruch darauf hat, wenn er vorzeitig kündigt, was fair ist.
Die Zurich hat auch noch Garantieprodukte wie Riester oder in der bAV. Ein gut gemachter Tarif für teilweise Garantien ist zum Beispiel der Varioinvest mit einem echt innovativen Ansatz für die Bereitstellung der Garantien. Und auch im Vorsorgeinvest Spezial kann man dem Kunden 50 Prozent oder 80 Prozent garantierten Rückfluss auf die eingezahlten Beiträge darstellen.
Sieht man sich die Promotion der Tarife seitens der Zurich an, gewinnt man schon den Eindruck, dass man jegliche Art von Garantien im Neugeschäft gar nicht mehr haben will (Notabene: Bei den anderen ist es genauso). Und will ich dann, dass mein Kunde dort hingeht, wenn die Geschäftsstrategie eine ganz andere ist? Natürlich nicht. Dafür umso lieber in einen Tarif, zu dem sich der Versicherer ganz klar positioniert. Und das ist im Fall der Zurich die reine Fondspolice in „grün“.
Christian Geier, Jahrgang 1974, ist Vorstand bei der FP Finanzpartner AG und dort unter anderem zuständig für die Produktauswahl und Sicherung der Beratungsqualität. Zudem leitet er dort das umsatzstärkste Ressort „Personenversicherungen“. Der promovierte Kultur- und Betriebswirt berät dabei immer noch seine eigenen Kunden und lebt und arbeitet im niederbayerischen Straubing.
Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.