Viele haben Pläne und Träume für ihren Ruhestand. Wenn es aber um die finanzielle Planung geht, ist man schnell überfordert. Professionelle Ruhestandsplanung wird aufgrund steigender Lebenserwartung immer wichtiger.
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Infolge der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) müssen Nationalbanken, wie die Bundesbank, seit Ende 2014 Strafzinsen auf das bei ihr geparkte Kapital zahlen. Das betrifft auch die gesetzliche Rentenversicherung, weil diese ihre Gelder zum Teil bei der Bundesbank anlegt. 2017 kam es dadurch erstmals zu einem „negativen Vermögensertrag“.
Dieser lag bei 49 Millionen Euro, wie das Handelsblatt berichtet. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein Schreiben des Leiters des Geschäftsbereichs Finanzen, Wilfried Husmann, das der Redaktion vorliege. Demnach rechnet Husmann für dieses Jahr mit ähnlich lautenden Zahlen.
Inzwischen hat die EZB den Zins für kurzfristige Geldeinlagen auf minus 0,4 Prozent nach unten geschraubt. Mit Hilfe von Strafzinsen wollen die Währungshüter Banken dazu drängen, mehr Kredite zu vergeben und die Wirtschaft anzukurbeln.
Von diesen Maßnahmen sind neben der gesetzlichen Rentenversicherung auch einige Krankenkassen betroffen. „Allein im ersten Halbjahr sind in der AOK-Gemeinschaft 6 Millionen Euro an Negativzinsen angefallen“, zitiert das Handelsblatt den Chef des Finanzmanagements beim Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), Andreas Grein. „Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum bedeutet dies eine Zunahme um rund 25 Prozent“, so Grein. In Zukunft rechne er damit, dass sich die Lage noch verschlimmert, da die bisherigen guten Zins-Konditionen einiger Banken bald ausliefen.
Techniker Krankenkasse zahlt 3 Millionen Euro für Negativzinsen
Von einer ähnlichen Problematik berichtet Thomas Thierhoff, Geschäftsbereichsleiter Finanzen und Controlling bei der Techniker Krankenkasse (TK). Die TK habe 2017 Negativzinsen in Höhe von 3 Millionen Euro zahlen müssen, berichtet Thierhoff laut dem Bericht. Insgesamt stand bei der TK im vergangenen Jahr ein Zinsplus von 22 Millionen Euro zu Buche. Das sei aber nur gelungen, weil man einen größeren Teil der Rücklagen längerfristig angelegt habe, so Thierhoff weiter, gemeint sind demnach mehr als drei oder vier Jahre.
Allein die TK musste im vergangenen Jahr Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds von 24,4 Milliarden Euro verwalten.
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