Allianz-Chef-Investor spricht sich für Garantie-Reset aus

„Wenn das Zinsniveau so bleibt, müssen wir mit den Garantien runter“

Der Ultra-Niedrigzins bedroht die langfristigen Garantien der Lebensversicherer, sagt Allianz-Chef-Investor Maximilian Zimmerer. Interessant findet er, wie die belgischen Kollegen mit der Zins-Misere umgehen. Dort gibt es nun einen Garantie-Reset. Was dahinter steckt, lesen Sie hier.
© Allianz
Allianz-Vorstand Maximilian Zimmerer

Wenn es beim derzeitigen Zinsniveau bleibt müssen sie Versicherer weiter an ihren langfristigen Garantien schrauben. „Dann müssen wir mit den Garantien für die Altersvorsorge runter. Wir müssen sie zwar nicht aufgeben, aber zumindest der Dauer oder der Höhe nach begrenzen“, sagt der Chef-Investor der Allianz SE, Maximilian Zimmerer, in einem Interview mit Wirtschaftsmagazin Capital.

Interessant findet Zimmerer, man in Belgien seit einiger Zeit macht: „Dort gibt es nach acht Jahren einen Garantie-Reset. Das heißt: Der Kunde kauft eine achtjährige Garantie.“ Danach werde die Verzinsung für die nächsten Jahre neu festgelegt, zum Beispiel orientiert an der Verzinsung belgischer Staatsanleihen.

Zwei Vorteile habe das Modell: Versicherer seien nicht mehr gezwungen, Geld langfristig zu schlechten Konditionen anzulegen. Und Kunden würden bei wieder steigenden Zinsen früher daran teilhaben.

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