Umfrage

Jeder Zweite würde persönliche Daten gegen Boni eintauschen

Die Versicherungskunden in Deutschland werden moderner – 50 Prozent von ihnen wären mittlerweile bereits, personalisierte Daten an ihre Versicherer zu übermitteln, wenn dadurch Beiträge günstiger werden. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. 72 Prozent der Bundesbürger trauen ihren Versicherern zudem einen vertrauensvolleren Umgang mit solchen Daten zu als Facebook, Google und Co.
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Eine Person nutzt Facebook auf einem Smartphone: Die Mehrheit der Deutschen traut Versicherern mehr als sozialen Netzwerken, wenn es um persönliche Daten geht.

Immer mehr Menschen können sich vorstellen, für Boni in ihrem Versicherungstarif personalisierte Verhaltensdaten preiszugeben. So meinen immerhin 50 Prozent der Deutschen, dass sie ihrer Autoversicherung Zugang zu ihren Fahrdaten geben würden, falls dadurch eine verantwortungsvolle Fahrweise finanziell entlohnt würde.

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Markenberatung Prophet zum Thema „Wie wichtig ist Ihnen die Transparenz über Ihre Versicherungsverträge?“ 1.000 Erwachsene in Deutschland nahmen an der Umfrage teil.

72 Prozent der Deutschen glauben auch, dass Versicherungen vertrauensvoller mit persönlichen Daten umgehen als soziale Netzwerke wie Facebook und Google. Die Versicherer selbst haben dieses Potenzial bisher nur wenig erkannt. 70 Prozent der Befragten beklagen die schlechte Qualität der Online-Auftritte von Versicherungen. Die Verbraucher informieren sich daher lieber auf Vergleichsportalen wie Check24 über Tarife, Preise und Co.

Vier von zehn Deutschen gaben zudem an, nicht ausreichend Überblick über ihren Versicherungsschutz zu haben.

„Wer im zukünftigen Wettbewerbsumfeld bestehen will, muss die fortschreitende Digitalisierung bei der Kundeninteraktion, Prozessintegration und Produktangebot nutzen, um ein modernes, konsistentes Kundenerlebnis zu erzeugen“, sagt Prophet-Partner Wolfgang Jacob.

Digitalisierung als Wettbewerbsvorteil

Erfolgreiche Versicherer wüssten dies zu nutzen, so Jacob weiter. Vor allem junge Menschen seien ständig online und seien es daher auch gewohnt, dass ihre Daten ständig erfasst werden. „Offen ist nur noch, welches Unternehmen die Elemente als erstes wirklich intelligent und kundenorientiert vernetzt, um daraus einen Wettbewerbsvorteil zu generieren“, sagt Jacob.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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