Umfrage

Drohnen fliegen jährlich 1,7 Millionen Mal ohne Versicherungsschutz

Ob gewerblich oder privat genutzt – Drohnen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Aber: Jeder Drohnenpilot muss auch eine Versicherung abschließen. Laut einer aktuellen Umfrage bleiben in Deutschland jedes Jahr jedoch rund 1,7 Millionen Flüge unversichert.
© picture alliance / dpa | Axel Heimken
Zwei Männer steuern eine Drohne: Jeder Drohnenpilot benötigt hierzulande auch eine Versicherung.

Nicht nur bei Polizei, Feuerwehr und Co. sind Drohnen heutzutage nicht mehr wegzudenken – auch immer mehr Privatleute nennen Drohnenfliegen ihr Hobby. Wie eine Umfrage des Insurtechs „Helden.de“ zeigt, kommen nur etwa 8 Prozent von ihnen dem gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungsschutz bisher nicht nach. Das klingt zwar harmlos. Aber: Hochgerechnet kommen diese 8 Prozent auf rund 1,7 Millionen unversicherte Drohnenflüge im Jahr.

Mehr zum Thema

Warum Makler beim Drohnen-Schutz nicht aufs Internet verweisen sollten

Alle Drohnenbesitzer müssen seit 1. Oktober 2017 eine eigene Haftpflichtversicherung für ihre Flugobjekte abschließen. Wie…

Wenn Drohnen die Flugsicherheit gefährden

Weitere Infografiken finden Sie bei Statista.

So viel kosten Zusatzleistungen in der Privathaftpflicht

Viele zusätzliche Leistungen in der Privathaftpflichtversicherung wirken sich kaum auf den Jahresbeitrag aus, berichtet das…

Dabei können die Folgen schwerwiegend sein, wenn kein Versicherungsschutz besteht. Der Grund: Haftung und Schadenersatzpflicht des Drohnenpiloten gehen über sein eigenes Verschulden hinaus. Heißt: Er haftet auch dann, wenn zum Beispiel eine Windböe seine Drohne erwischt und dadurch einen Schaden verursacht.

Weitaus positiver sind hingegen folgende Umfrageergebnisse:

90 Prozent der Befragten informieren sich durch entsprechende Apps über Flugverbotszonen und halten diese ein. Ein Drittel schätzt das eigene Wissen zu der geltenden Drohnenverordnung als gut oder sehr gut ein. Nur 2 Prozent gaben an, nicht über die gesetzlichen Vorgaben informiert zu sein.

Und: Die gemeldete Zahl der Behinderungen durch Drohnen im Luftraum ist laut Deutscher Flugsicherung im vergangenen Jahr um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 125 Zwischenfälle gesunken.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Eine Antwort

  1. Abenteuerliche Zahlen, die da in die Welt gesetzt werden. Im privaten Bereich sind Drohnen vielfach in der privaten Haftpflichtversicherung mit versichert. Allerdings gibt es hier durchaus unterschiedliche Vertragsbedingungen. Die
    Versicherer machen den Versicherungsschutz an dem Gewicht und die Flughöhe der Drohne fest. Deshalb sollte jeder erst prüfen,
    inwieweit in der privaten Haftpflicht Versicherung beim Risiko Drohnen mit versichert ist.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia