89.000 hauptberufliche Versicherungsvermittler gibt es derzeit. 59.000 davon sind Einfirmenvertreter, das restliche Drittel Makler oder Mehrfachagenten. In nur wenigen Jahren werden es bedeutend weniger sein, glauben Experten.
Schuld daran haben IMD 2, Honorarberatung, Provisionsdeckelung und das Damoklesschwert Provisionsverbot. Der BVK wollte es nun genauer wissen. Und hat eine Studie zur personellen Zukunft des Berufsstandes in Auftrag gegeben. Das Ergebnis ist alarmierend.
Drei Szenarien wurden auf ihre Folgen abgeklopft:
Hiervon wären Neulinge besonders stark betroffen. Nur jeder zehnte nicht länger als drei Jahre am Markt tätige Betrieb müsste dicht machen. Bis zu 85 Prozent der Vermittler mit einer Historie zwischen drei und zehn Jahren ebenfalls. Nur die alten Hasen wären weniger betroffen. Zwei Drittel etwa könnten überleben.
Alle Szenarien wirken sich negativ direkt auf die private Altersvorsorge sowie auf die Abschlüsse von BU- und Pflegepolicen aus. Denn Versicherungen werden ver- und nicht gekauft. BVK-Vizepräsident Gerald Archangeli warnte deshalb bei der Vorstellung der Studie auf der DKM: „Wer die Axt am Vermittler anlegt, legt auch die Axt an den Sozialstaat an.“
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