Studie

Industrieversicherer hinken bei Digitalisierung hinterher

Nur 18 Prozent der großen deutschen Industrieversicherer verfügen über voll ausgebaute technologische Fähigkeiten – obwohl 84 Prozent von ihnen wissen, dass kein Weg an der Digitalisierung vorbeiführt. Das zeigt eine aktuelle Studie des Versicherungsmaklers Marsh und des Beratungshauses Oliver Wyman. Was die Studienautoren konkret zu bemängeln haben, erfahren Sie hier.
© Marsh, Oliver Wyman
Die Grafik zeigt: Industrieversicherer sehen die Relevanz von digitalen Veränderungen.

Die Digitalisierung macht selbstverständlich auch vor der Versicherungsbranche nicht Halt. Das ist natürlich auch den großen deutschen Industrieversicherern klar, trotzdem haben sich erst 18 Prozent vollumfänglich an diese Entwicklung angepasst. Das und mehr hat die Analyse „State of Play – Digitalisierung in der deutschen Industrieversicherung“ von Marsh und Oliver Wyman ergeben.

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Für ihre Untersuchungen haben die Studienautoren sich das Industriesegment ab einem Umsatzvolumen von 25 Millionen Euro aufwärts angeschaut. 19 Versicherer standen auf der Liste.

Laut der Studie halten 95 Prozent der Befragten die Digitalisierung explizit im Geschäft mit mittleren und großen Industrieunternehmen für wichtig. Für 84 Prozent führt kein Weg an einer zunehmenden Digitalisierung aller Abläufe vorbei.

79 Prozent glauben daher, dass sich auch in ihrem Geschäftsmodell etwas ändern wird. 90 Prozent wollen sich in den kommenden Jahren besonders um diese Entwicklung kümmern.

Bislang stehen die Versicherer der Analyse zufolge aber noch ganz am Anfang. Lediglich in Sachen Datenanalyse und Prognosemodelle gaben 18 Prozent der Befragten an, über „voll ausgebaute“ beziehungsweise im Branchenvergleich sogar „führende“ technologische Fähigkeiten zu verfügen.

Vergleichsweise ernüchternd stellen sich die Technologien hinter den Schlagwörtern Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge und Blockchain dar – all diese würden von den Versicherern bisher kaum angewendet, stellen die Autoren fest.

Branche will von Volldigitalisierung nichts wissen

Fast alle Studienteilnehmer (95 Prozent) sehen als Ziel eine sogenannte bionische Digitalisierung. Heißt: Der Mensch wird nicht vollständig durch Maschinen und Technik ersetzt, sondern nur ergänzt.

Als stark ausbaufähig bewerten die Autoren unter anderem Dienstleistungen zur Vorbeugung und Linderung von Schäden (Pre-Claim-Services): Bei nur 16 Prozent der Befragten kommen dafür geeignete Werkzeuge zum Einsatz.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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