Serie, Teil 4

Auf diesen Kanälen erreichen Sie Jungmakler am ehesten

Die Ansprüche und Erwartungen junger Kundinnen und Kunden ändern sich. Das gilt ebenso für junge Maklerinnen und Makler. Für alle, die Jungmakler künftig erreichen und binden wollen, geben Stephan Busch und Tom Wonneberger von Progress Finanzplaner in einer fünfteiligen Serie Tipps und Tricks. Im vierten Teil zeigen sie geeignete Kanäle, um diese Zielgruppe zu erreichen.
© Claudia Jacquemin
Tom Wonneberger (links) und Stephan Busch sind Versicherungsmakler und Inhaber der Progress Finanzplaner in Dresden.
Social-Media-Gruppen

Gruppen auf den verschiedenen Social-Media-Plattformen sind eine gute Möglichkeit der Positionierung. Diese gibt es auf Facebook, Xing oder Linkedin. Gruppen haben zahlreiche Vorteile für die geschäftliche Kontaktaufnahme. Erstens bieten sie eine hohe Sichtbarkeit. Wer drin ist, bekommt Beiträge und Nachrichten direkt angezeigt. Zweitens strahlen Gruppen eine gewisse Exklusivität aus. Drittens fördern sie den Austausch.

Viertens haben sie einen klaren beruflichen Kontext. In der Gruppe „Versicherungsmakler Deutschland“ geht es um Versicherungen und Mäkelei und nicht um Katzen oder die neuesten Rezepte. Fünftens hat man über Gruppen einen direkten Kontakt. Entweder man schreibt Antworten zu Beiträgen oder die Personen per Direktnachricht an. Und zuletzt bieten Gruppen eine gewisse Messbarkeit, vor allem, wenn man sie selbst führt.

Allerdings brauchen sie hier Ausdauer. Ein „Hallo ich bin der Maklerbetreuer oder die Maklerbetreuerin der XYZ-Versicherung!“ führt nicht zum Ziel. Wer jedoch regelmäßig eigene Beiträge verfasst oder konstruktiv antwortet, steigert seine Sichtbarkeit nachhaltig.

Newsletter

Ein guter Newsletter ist ein genialer Kanal, um Jungmakler zu erreichen. Doch was wäre ein guter Newsletter für diese Zielgruppe? Zunächst einer, der sich klar und deutlich an diese richtet. Dieser sollte die für Jungmakler relevanten Infos und Themen (siehe Teil 2 und Teil 3) inhaltlich und optisch gut aufbereitet enthalten. Auch wenn die E-Mail der naheliegendste und geeignetste Kanal zur Aussteuerung ist, sollte er auch mobil funktionieren, da viele ihre Mails übers Handy abrufen.

Schriftliche Newsletter sind der Standard. Doch warum nicht auch hier neue Wege gehen und den Newsletter oder das Wochen-Update mal als Podcast oder Video-Botschaft ausstrahlen? Der große Vorteil von Newslettern: Der Erfolg ist klar messbar: Zahl der Abonnenten, Öffnungsrate und so weiter. Zuletzt kann man noch überlegen, ob man andere Kanäle, als die E-Mail nutzt. Das können WhatsApp oder andere direkte Messenger-Dienste sein. So kommt man unmittelbar ins Sichtfeld.

Fachzeitschriften

Fachzeitschriften sind eine weitere gute Möglichkeit der Positionierung, auch wenn sie unter Umständen etwas angestaubt daherkommen. Der große Vorteil ist ihre hohe Reputation. Und die guten Magazine werden definitiv auch von den Jungmaklerinnen und Jungmaklern gelesen. Die guten Magazine verbinden online und offline ganz selbstverständlich und bieten teilweise crossmediale Angebote an. Der entscheidende Faktor für den Erfolg sind gute, nutzenstiftende Inhalte („Content“) statt platter Werbung. Manche Beiträge lesen sich arg wie aus der Marketingabteilung. Das sollten Sie besser vermeiden.

Instagram + Facebook?

Firmenseiten beziehungsweise Kanäle in den sozialen Netzwerken halten wir für weniger geeignete Zugangswege. Die Gründe sind vielfältig. Erstens weisen sie meistens eine geringe Sichtbarkeit auf. Die organische Reichweite wird immer geringer. Nur ein Bruchteil der nicht promoteten Beiträge erreicht überhaupt die Fans oder Abonnenten. Wer auf Werbung setzt, sieht sich mit steigenden Kosten und Aufwänden dafür konfrontiert.

Der für uns ausschlaggebende Punkt ist jedoch, dass es „nicht auf der Hand liegt“. Wenn ich als Jungmaklerin privat durch Facebook oder Insta scrolle, erwarte ich keine beruflichen Inhalte. Ich bin hier für den privaten Austausch oder um mit meinen Kunden und Fans in Kontakt zu bleiben. Die Energie halten wir bei den Gruppen für besser investiert.

Firmenzeitung?

Zahlreiche Gesellschaften liefern regelmäßig Firmenzeitungen oder -magazine. Auch die halten wir für eher ungeeignet, um Jungmakler zu erreichen. Diese haben einen enormen Aufwand. Die Sichtbarkeit ist eher gering und der Erfolg ist nicht oder nur kaum messbar. Zuletzt ist die Firmenzeitung auch einfach „oldschool“.

Über die Autoren

Stephan Busch und Tom Wonneberger sind Versicherungsmakler und Inhaber der Progress Finanzplaner aus Dresden https://www.progress-dresden.de

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Autor

Stephan Busch und Tom Wonneberger sind Versicherungsmakler und Inhaber der Progress Finanzplaner aus Dresden.

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