Kostenfalle Grundversorgung

Energiekunden zahlen über eine Milliarde Euro zu viel

Die Grundversorgung mit Energie ist in Deutschland ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist die Belieferung zu jedem Zeitpunkt auch ohne Zutun des Kunden sichergestellt, andererseits bringt die Grundversorgung häufig erhebliche Mehrkosten mit sich – was Privathaushalte und Makler für Ihre Kunden wissen sollten.
© picture alliance / Eibner-Pressefoto | Fleig
Wer aus der Grundversorgung wechselt, kann seine Energiekosten zum Teil erheblich senken.

Grundversorger für Strom und Gas – in der Regel sind das die örtlichen Stadtwerke – müssen nicht um ihre Kunden buhlen. Die überwiegende Mehrheit – nach einer Auswertung von Statista 66 Prozent – aller Haushalte befindet sich nämlich noch in einem teuren Grundversorgungstarif beziehungsweise in einem anderen Tarif des Grundversorgers.

Wie unwahrscheinlich es ist, dass der jeweilige Grundversorger auch den optimalen Tarif für seine Kunden aus seinem Belieferungsgebiet zur Verfügung stellen kann, ergibt sich schon aufgrund der Tatsache, dass es hierzulande weit über 1.000 andere Energieversorger gibt, die bundesweit ihre Tarife anbieten. Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) zahlen Verbraucher so in der Grundversorgung jährlich rund 1,15 Milliarden Euro zu viel für ihre Energie.

Warum sind Grundversorger so teuer?

Als Hauptursache wäre an dieser Stelle zu nennen, dass Grundversorger einen höheren Aufwand betreiben müssen als andere Versorger, da sie die Versorgungspflicht für sämtliche Haushalte tragen. Andere Anbieter haben das Recht, Kunden abzulehnen, Grundversorger dürfen das nicht. Gerade bei Verbrauchern mit schlechter Bonität kann dies zu außerordentlichem Aufwand in der Rechnungsstellung oder im Kundenservice führen, woraus wiederum höhere Personal- und Prozesskosten resultieren. Unter anderem diesem höheren Kostenrisiko ist es geschuldet, dass Grundversorger teurere Preise verlangen als alternative Anbieter.

Geld sparen durch Anbieterwechsel

Wer nicht auf diesen Mehrkosten sitzen bleiben möchte, sollte einen Anbieterwechsel in Erwägung ziehen, raten zum Beispiel die Experten von Stiftung Warentest. Wie viel sich sparen lässt, hängt vom Wohn­ort und dem Preis des alten Tarifs ab. Veranschlagt man etwa für einen Ein-Personen-Haushalt in Hamburg 1.500 kWh als Jahresverbrauch, so ergeben sich (Stand: 03.09.2021) 865 Euro Jahreskosten in der Grundversorgung. Nach einem Anbieterwechsel über einen Wechselservice ließen sich hierbei rund 219 Euro und somit rund 25 Prozent an Stromkosten einsparen. Dieses Rechenbeispiel macht deutlich, wie Makler, die ihre Kunden auch in Energiefragen beraten, erhebliche Kostenvorteile realisieren können.

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