In einem Bericht der Pfefferminzia vom gestrigen Tage findet sich eine Erwiderung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) zu meiner Petition. Behauptet wird dort, dass alle Berater, die für Verbraucherzentralen tätig sind, die notwendige Qualifikation hätten.
Was ist aber eine notwendige Qualifikation? Und warum frage ich das überhaupt?
Die von mir in einem Artikel für Pfefferminzia bereits vorgebrachten und nachweislichen Fehler der Verbraucherschützer bei der Beratung gäbe es doch nicht, wenn
Ich erinnere daran, dass meine Beraterin der Verbraucherzentrale nicht einmal eine Arbeitsunfähigkeitsklausel kannte, obwohl diese seit Jahren am Markt ist. Auch die konkrete Verweisung in der Nachprüfung war ihr unbekannt. Auf das Thema Ausscheiden aus dem Berufsleben wurde überhaupt nicht hingewiesen.
Eine in meinen Augen eklatante Nachlässigkeit, insbesondere wenn man dann darauf aufmerksam gemacht wird, dass die Stundung der Beiträge bei Elternzeit doch so wichtig wäre.
Miss-Stand an Informationen
Nur durch das Ignorieren dieser Merkmale sahen die von Stiftung Warentest gekürten Tarife bedingungsmäßig gleich aus. So konnte der Preis die Auswahl entscheiden, nicht aber die Qualität. Wie sieht es mit einem Auto aus? So ziemlich alle haben vier Räder. Sind deshalb alle gleich?
Mit einschlägigen Berufserfahrungen würde dieser Miss-Stand an Information nicht eintreten. Und man bräuchte auch kein Rating-Unternehmen, um die eigene Beratung zu untermauern. Das Abstreiten einer konkreten Produktempfehlung steht dem unkritischen Glauben der Bevölkerung gegenüber, dass Verbraucherzentralen kompetenten Rat geben, auf den man bauen kann.
Gerade erst vor zwei Tagen rief mich eine junge Dame an. In der Hand, so teilte sie mir mit, hielt sie das Heft von Stiftung Warentest. Sie kam gerade von einem Termin beim Verbraucherschutz in Berlin. Die vom Verbraucherschutz gemachten Empfehlungen wurden kurz inhaltlich von mir kommentiert.
Es wurde klar, dass die drei Angebote inhaltlich komplett unterschiedlich formuliert waren. Das steht der Behauptung gegenüber, man würde in der Beratung Blick auf den tatsächlichen Bedarf und die persönlichen Risiken nehmen. Wirklich den Bedarf zu analysieren, erscheint mir doch eine bloße Behauptung zu sein. Ein Nachweis fehlt in allen Vorgängen, die mir bekannt gemacht wurden.
Lösungansätze suchen
Anstatt sich hinter Floskeln zu verbergen und Blogsätze zu veröffentlichen, sollte man Lösungsansätze suchen, das unstrittige und undokumentierte Fehlverhalten abzuschaffen. Der Beruf scheint hier fernab der notwendigen Berufung.
Ich achte daher den Verbraucherschützer Michael Herte aus Schleswig-Holstein. Auch er wurde wegen einer Falschaussage zum Thema Krankenversicherung kritisiert – versucht nun aber Wege zu finden, die dem Verbraucher wirklich nutzen. Wir telefonierten miteinander und wir werden voneinander Dinge lernen und umsetzen. So der Plan.
Die Landesverbände machen, was sie wollen
Das Problem ist einfach definiert. Wir haben 16 Landesverbände, und jeder macht was er will. Wenn sich die Stellung des VZBV in Bezug auf kompetenten Austausch nicht ändert, man weiterhin auf seinem unbegründeten Hochsitz sitzen bleibt, so werden wir in der Öffentlichkeit weiterhin nicht müde werden, solche Falschberatungen zu dokumentieren. Ein wahrscheinlich niemals endender Fundus.
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