Ausblick

Was die „Jahrestagung Haftpflicht 2020“ bringen wird

In der gewerblichen Haftpflichtversicherung steigt der Druck auf die Prämien, zugleich werden die Risiken kritischer in Augenschein genommen. „Das bleibt spannend“, beurteilt Carsten Krieglstein von Schaeffler Versicherungs-Vermittlung die Herausforderungen des Marktes. Krieglstein wird einer von 33 Referenten sein, die im Januar auf der „Jahrestagung Haftpflicht 2020“ sprechen. Das erwartet die Teilnehmer in Hamburg.
© Euroforum Deutschland

„Die Versicherer drängen auf höhere Prämien und schauen bei den Risiken genauer hin“, so fasst Versicherungsjournalist Herbert Fromme die aktuelle Ausgangslage in der gewerblichen Haftpflichtversicherung zusammen – und obendrein gibt es Unstimmigkeiten beim Versicherungsschutz: „Manche Unternehmen versuchen bei fehlender Cyberdeckung, die D&O-Deckung der verantwortlichen Manager in Anspruch zu nehmen. Die Versicherer ihrerseits drängen darauf, Cyberrisiken aus allen Standardverträgen in Industrie-Feuer und Haftpflicht auszuschließen“, schildert der Marktkenner.

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Fromme wird am 21. und 22. Januar 2020 die „Jahrestagung Haftpflicht“ des Euroforum Deutschland als Moderator leiten – und wird auch diesmal wieder viele namhafte Referenten in Hamburg begrüßen, darunter Carsten Krieglstein, Geschäftsführer der Schaeffler Versicherungs-Vermittlungs GmbH.

>>> Hier geht es zur Anmeldung und zum Programm

In einem am Donnerstag erschienen Interview deutet Haftpflichtexperte Krieglstein gegenüber dem Veranstaltungsausrichter schon mal an, wohin die Reise gehen könnte: „Die zunehmende Konsolidierung in der Industrieversicherung führt insbesondere bei Großrisiken zu einer Reduzierung der Anbieter und damit einhergehend zu einer Einschränkung von Kapazitäten. Das bleibt spannend.“

Die gefährlichsten Schadenquellen in der Zukunft

Zudem werde das Thema Kostenoptimierung auch auf Seiten der Risikoträger unausweichlich sein, um im sehr volatilen Industriegeschäft nachhaltig profitabel agieren zu können und sich von Marktzyklen zu entkoppeln, so Krieglstein.

Danach gefragt, was „die gefährlichsten Schadenquellen in der Zukunft“ sein werden, stellte der Vertriebsexperte klar: „Kumulszenarien und Rückwirkungsschäden, die die Versicherungsindustrie gegebenenfalls in der Breite tangieren.“ Auf Kundenseite sei es wiederum wichtig, die Risiken „auch weiterhin versicherbar zu halten“. Denn: Insbesondere die Abdeckung von potenziellen Großschäden, die eine Bilanz belasten könnten, bleibe für viele Unternehmen auch in der Zukunft unverzichtbar.

All dies zeigt: Für Diskussionsbedarf und Gesprächsstoff wird auf der „Jahrestagung Haftpflicht 2020“ gesorgt sein. Alle Details zum Programm und zur Anmeldung gibt es hier.

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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