Wenn Kunden nachhaken

Das sind die Gründe für Beitragsanpassungen 2025

Viele PKV-Kunden ärgern sich in diesem Jahr über Beitragsanpassungen. Oft wird dabei übersehen, dass es dafür handfeste Gründe gibt. Warum Erhöhungen notwendig sind, um die Leistungsfähigkeit der PKV zu erhalten, und anhand welcher Praxisbeispiele Sie Ihren Kunden das erklären, erfahren Sie hier.
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Eine Frau in Quarantäne vor dem Laptop: Langzeitfolgen von Corona zählen zu den Gründen für steigende PKV-Beiträge.

Laut einer Mitteilung des PKV-Verbandes müssen Versicherte 2025 im Schnitt mit Beitragsanpassungen von durchschnittlich 18 Prozent rechnen. Zwei von drei PKV-Kunden sind betroffen – und im nächsten Jahr wird es wohl nicht wesentlich anders laufen. Reichlich Gesprächsstoff also, der auf Maklerinnen und Makler zukommen dürfte. Hauptgrund dafür: „Die Leistungsausgaben steigen sowohl in der Gesetzlichen als auch in der Privaten Krankenversicherung ungewöhnlich stark“, so der Verband in einer Mitteilung. Doch was steckt dahinter? Mancher Kunde würde das gern genauer wissen. 

Beitragsanpassungen: Ein Grund sind Spätfolgen von Corona  

Makler können bei entsprechenden Fragen auf mehrere Ursachen verweisen. Zum Beispiel auf Nachholeffekte, die sich im Zuge der Corona-Pandemie ergeben. Hintergrund: In dieser Zeit wurden viele Behandlungen in allen medizinischen Bereichen verschoben. Ambulante Leistungen ebenso wie zahnmedizinische, aber auch besonders kostenintensive, stationäre Aufenthalte und Operationen. Als die später nachgeholt wurden, stiegen die Ausgaben für gesetzliche und private Versicherer sprunghaft an.  

Hinzu kommt: Durch Corona hat sich das Gesundheitsbewusstsein vieler Menschen geschärft. Versicherte gehen seitdem mit Beschwerden schneller zum Arzt als zuvor. Dieser eigentlich positive Trend (früher erkannt – wirksamer behandelt) führte aber auch dazu, dass es beispielsweise in der Diagnostik eine laut PKV-Verband „auffällige Kostenentwicklung“ gibt: „Bei Laborleistungen nahm das ärztliche Honorarvolumen zwischen 2019 und 2023 um 22,4 Prozent zu. Im Bereich der Strahlendiagnostik, Nuklearmedizin, MRT und Strahlentherapie um 19,8 Prozent.“ 

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Beitragsanpassungen sichern hohes Leistungsniveau 

Medizinischer Fortschritt und verbesserte Leistungen wirken zum Wohle der Patienten – treiben aber eben auch die Kosten. Man kann es auch in der Beratung nicht oft genug betonen: Mit ihren Beiträgen sichern sich PKV-Kunden Zugang zu einem hohen Versorgungsniveau – und damit zu Leistungen, die vom Versicherer (anders als in der GKV) nicht einseitig eingeschränkt oder gestrichen werden können. Worauf Makler auch noch hinweisen sollten: PKV-Anbieter können Beitragsanpassungen nicht nach Lust und Laune vornehmen, sondern nur unter genau festgelegten Voraussetzungen – deren Einhaltung unter anderem von der staatlichen Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin streng kontrolliert wird.  

Autor

René Weihrauch arbeitet seit 35 Jahren als Journalist. Einer seiner Schwerpunkte sind Finanz- und Verbraucherthemen. Neben Pfefferminzia schreibt er für mehrere bundesweit erscheinende Zeitschriften und international tätige Medienagenturen.

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