Zweiter Versicherer nach Allianz

Ergo-Chef Rieß bringt Abschied von 100-Prozent-Garantie ins Spiel

Die Allianz hatte vor einiger Zeit angekündigt, sich ab 2021 von der 100-prozentigen Beitragsgarantie zu verabschieden. Auch Ergo-Chef Markus Rieß spricht in einem aktuellen Interview für sein Haus nun von dieser Möglichkeit.
© Ergo
Markus Rieß ist Vorstandsvorsitzender der Ergo Group.

Es war ein Schritt mit Signalwirkung: Anfang Oktober kündigte Deutschlands größter Lebensversicherer, die Allianz, an, sich ab 2021 bei Neuverträgen von der 100-prozentigen Beitragsgarantie zu verabschieden (wir berichteten). Zumindest dort, wo es geht – Riester-Renten und Policen der betrieblichen Altersversorgung sind wegen ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Garantiepflicht nicht davon betroffen.

Ergo-Chef Markus Rieß deutet in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ nun eine ähnliche Richtung für sein Haus an. „Wir können nicht ausschließen, uns mittelfristig von der kompletten Beitragsgarantie bei den Lebenspolicen sukzessive zu verabschieden“, so der Ergo-Chef gegenüber dem „Handelsblatt“. Es könnte eine Möglichkeit sein, „nur noch 80 Prozent der eingezahlten Beiträge bei neuen Lebenspolicen zu garantieren“.

Den Verkauf klassischer Lebensversicherer habe man bereits vor Jahren eingestellt. Das Produkt habe sich „überlebt“, so Rieß. Garantien müssten zeitgemäß sein, betont der Versicherungsmanager weiter. Das meistverkaufte Produkt bei der Ergo sei eines, bei dem Kunden die Garantien an- und wieder abwählen könnten – das also zwischen dem Sicherungsvermögen und Investmentfonds wechsele.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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