Umfrage

Deutsche wollen keine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters

Die Bundesbürger lehnen ein Renteneintrittsalter über 67 Jahre hinaus mehrheitlich ab. Das hat eine aktuelle Analyse des Deutschen Instituts für Altersvorsorge ergeben.
© DIA
Klaus Morgenstern ist Sprecher der Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

Nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank wird der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung wegen der Alterung der deutschen Bevölkerung bis 2070 auf 26 Prozent steigen. Um das aufzufangen, hatte die Bundesbank eine Anhebung des Renteneintrittsalters bis 2070 auf 69 Jahre und vier Monate vorgeschlagen. Das lehnt aber die Mehrheit der Deutschen ab, zeigt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

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73 Prozent der Befragten sind gegen eine Kopplung des Renteneintritts an die Entwicklung der Lebenserwartung und die damit verbundene Erhöhung des Renteneintrittsalters. 14 Prozent der Befragten stimmten diesem Vorschlag zu. Die Zustimmung ist in der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen dabei am höchsten, hier liegen die Werte zwischen 10 und 19 Prozent. Die größte Ablehnung zeigen die 62-Jährigen, 82 Prozent sind gegen ein späteres Renteneintrittsalter.

Mit steigendem Einkommen nimmt die Zustimmung zu einer Erhöhung des Renteneintrittsalters zu. Während sich nur 9 Prozent der Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.000 Euro dafür aussprechen, steigt dieser Anteil kontinuierlich bis auf 23 Prozent der Befragten mit einem Einkommen von 4.000 Euro und mehr.

„Angesichts dieser Stimmung in der Wählerschaft ist es sehr unwahrscheinlich, dass Politiker tatsächlich den Mut finden werden, eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters ernsthaft in Betracht ziehen, so plausibel die Argumente dafür auch sein mögen“, erklärt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern.

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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