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Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Oliver Wyman unter deutschen Lebensversicherern zeichnet ein düsteres Bild für die Zukunft der Branche. Vor allem für klassisch geprägte Lebensversicherer werde die Lage immer schwieriger, prognostizieren die Studienautoren – und führen aus: „Unternehmensanleihen verzinsen geringer, Staatsanleihen haben seit längerer Zeit negative Renditen – und die Entwicklung der Covid-19-Pandemie und entgrenzter europaweiter Staatsverschuldung zementiert dieses negative Umfeld auf Jahre hinaus.“
Die Folgen seien nicht nur sinkende Altersvorsorgeleistungen für die Kunden aufgrund stetig sinkender Überschussbeteiligungen. Den Lebensversicherungen falle es auch immer schwerer, ihre Solvenz, also ihre Zahlungsfähigkeit, aus regulatorischer Sicht nachhaltig zu sichern.
Abrupte Zinsschocks, fallende Kapitalmärkte und verschärfte Solvenzanforderungen könnten den Druck weiter erhöhen. „Die private Lebensversicherung ist traditionell ein wichtiger Bestandteil der Altersvorsorge in Deutschland. Die andauernden niedrigen Realzinsen machen es Versicherern aber zunehmend schwerer, die ihren Kunden versprochenen Renditen zu erwirtschaften und ihre Eigenmittelausstattung nachhaltig zu sichern,“ erläutert Heiko Faust, Lebensversicherungsexperte bei Oliver Wyman.
Das Beratungsunternehmen unterscheidet in seiner Studie ausdrücklich zwischen eher klassisch geprägten Lebensversicherern und Versicherern, deren Bestand sich aus fondsgebundenen und biometrischen Versicherungen zusammensetzt. Für beide Arten wurden mehrere Szenarien analysiert. Das Ergebnis: „Während Versicherer mit maßgeblich fondsgebundenen Altersvorsorgeverträgen und biometrischen Risiken den Herausforderungen recht gelassen entgegensehen können, wird es besonders für traditionelle Anbieter mit hohen Beständen an klassischen Lebensversicherungen eng“, so Tobias Klostermann, Prinzipal bei Oliver Wyman.
Für die Modellbetrachtung eines klassisch geprägten Lebensversicherers gehen die Studienautoren von einer auf den ersten Blick recht komfortablen Kapitalisierung von 147 Prozent aus – gemessen an der Solvenzquote nach dem branchenweit gültige Aufsichtsrecht Solvency II.
„Betrachtet man aber isoliert das aktuelle Zinsumfeld zum Halbjahr 2020“, schreiben die Autoren, „fällt die Solvenzquote bereits um mehr als 50 Prozentpunkte auf 94 Prozent. Bei noch weiter sinkenden Zinsen zeigen die Projektionen ein Abrutschen auf bis zu 55 Prozent. Das bedeutet, dass der Versicherer nur noch Frund halb so viel Kapital zur Verfügung hätte, wie er es nach Solvency II vorhalten müsste.“ Teile des Marktes wären damit nicht mehr in der Lage, die aufsichtsrechtliche Mindestanforderung zu erfüllen und hätten mit aufsichtsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.
Berücksichtige man dann noch die aktuellen Planungen der Aufsichtsbehörden zur Anpassung der Zinskurven sowie der sogenannten Ultimate Forward Rate (UFR), also des langfristigen Durchschnittszinswerts, sei weiteres Ungemach zu erwarten. „Eine Konsolidierung im Markt wird dadurch immer wahrscheinlicher, etwa durch Übernahmen oder Verkauf. Auch das Thema eines internen Run-Offs wird wieder zunehmen“, so Experte Heiko Faust.
Nach den Berechnungen von Oliver Wyman würde die nachhaltige Stabilisierung der Solvenzquote der deutschen Lebensversicherungen auf das aktuelle Niveau selbst im besten Fall bis zu 50 Milliarden Euro an zusätzlichem Eigenkapital erfordern – das entspricht der Hälfte des aktuell im Markt befindlichen Kapitals. „Auch wenn Dank der Übergangsmaßnahmen noch keine Welle regulatorischer Unterdeckung zu befürchten ist, werden einige Lebensversicherer in Deutschland nahe an den kritischen Bereich rücken. Ein Umstand, der die Bafin am Ende dazu zwingen wird, weitere Versicherer unter intensivierte Aufsicht ‚in Manndeckung‘ zu nehmen“, warnt Faust.
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