Trotz Zinsflaute

Versicherer beschleunigen Neugeschäft unerwartet stark

Die Beitragseinnahmen in der deutschen Versicherungsbranche sind im ersten Halbjahr 2019 unerwartet hoch ausgefallen. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) haben vor allem die Lebensversicherer zu dieser Entwicklung beigetragen – und das trotz Minizinsen.
© dpa/picture alliance
Sieht optimistisch in die Zukunft: GDV-Chef Wolfgang Weiler.

Das erste Halbjahr 2019 lief für die Versicherer hierzulande überraschend gut: Wie der Präsident des Branchenverbands GDV, Wolfgang Weiler, dem „Handelsblatt“ verriet, seien die Beitragseinnahmen erneut gewachsen. Mit rund 9 Prozent Steigerung lägen die Lebensversicherer vorn.

„Wir gehen davon aus, dass wir im Gesamtjahr 2019 besser als im Vorjahr und besser als ursprünglich erwartet abschneiden werden“, so Weiler im Interview mit der Zeitung weiter. Unter diesen Umständen wolle der GDV seine Prognose für das laufende Jahr anheben. Zuvor sei der Verband nur von einem Wachstum in Höhe von 2 Prozent ausgegangen.

Der GDV-Chef sieht den Grund für die positive Entwicklung in der aktuellen Zinslage:

Der Schritt zu erkennbaren Negativzinsen bei einer Reihe von Anlagen habe „einen nachhaltigen Eindruck bei den Sparern hinterlassen“, so Weiler. „In dieser Situation suchen die Anleger nach einem sicheren Hafen.“ Trotzdem bleibe das Umfeld für die Branche schwierig: „Die extrem niedrigen Zinsen und die abschwächende Konjunktur belasten natürlich“, erklärte der Experte – bleibt dabei aber zuversichtlich: „Die Geschäftsergebnisse des ersten Halbjahres geben Anlass zu Optimismus.“

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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