Studie

Versicherungsmarkt wird sich spalten

Eine Studie zeigt, dass es künftig auf dem Versicherungsmarkt nur noch zwei Bereiche geben wird. Wie sich Versicherer und Makler darauf vorbereiten können.

Moderne Technik und neue Kommunikationsmittel verändern die Versicherungsmärkte. Wie das Trendforschungsinstitut „2b Ahead Thinktank“, der Versicherungskonzern Standard Life und der Anbieter für Kommunikationslösungen Unify jetzt in der Trendstudie „Zukunft für Versicherungen“ herausfanden, muss sich die Versicherungsbranche auf den Wegfall des Standardsegments vorbereiten. Demnach gibt es künftig nur noch den Economy- und den Premium-Bereich.

Für die Studie fragten die drei Unternehmen 30 Innovationsentscheider, Strategiechefs und Zukunftsexperten nach ihren Prognosen für den Versicherungsmarkt.

Um im Economy-Bereich künftig vorne mitzuspielen, müssen Versicherer und Makler vermehrt den digitalen Handel in ihr Geschäft miteinbeziehen. Hierbei reicht es jedoch nicht, die bisherigen Produkte einfach im Internet zu verkaufen. Vielmehr sollen sich die persönliche Beratung und der digitale Auftritt ergänzen. Im Premium-Bereich müssen sich die Versicherer und Makler hingegen noch mehr auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden einstellen.

Als Anschauungsbeispiel für den deutschen Markt dient der Studie Großbritannien, da die Branche dort Deutschland immer einige Jahre voraus ist. Hier lässt sich bereits eine Zweiteilung des Versicherungsmarktes ausmachen: Auf der einen Seite das Direktgeschäft im Internet mit gängigen Produkten und auf der anderen Seite die persönliche Beratung von zumeist unabhängigen Maklern.

Die Studie nennt neun Kundensegmente, die dabei künftig eine Rolle spielen werden. Sie macht für die Versicherer im Economy-Bereich die „bequemen Nicht-Sucher“ als größtes Kundenfeld aus, im Premium-Bereich sind es die „unternehmerischen Identitätssucher“. Für Makler kommt es vor allem auf die „communityaffinen Identitätssucher“ an.

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