Studie

Frauen machen einen Bogen um Finanzbranche

Die Finanzbranche bleibt wohl auch in Zukunft eine Männerdomäne: Laut einer aktuellen Umfrage unter Studentinnen und Studenten sind junge Frauen eher abgeneigt gegenüber Jobs im Finanzsektor.
© Pixabay
Mann und Frau in geschäftlicher Klamotte: Die Finanzbranche ist unter jungen Studentinnen wenig beliebt.

Viele Unternehmen in der Finanzbranche haben weitaus mehr männliche Mitarbeiter als weibliche – das bleibt wohl auch erstmal so. In einer Befragung von knapp 1.200 Studentinnen und Studenten an drei Universitäten in Deutschland und der Schweiz fand Alexandra Niessen-Ruenzi, Professorin der Betriebswirtschaft der Universität Mannheim, heraus, dass viele Frauen die Finanzbranche als Arbeitgeber meiden. Darüber berichtet das Handelsblatt (Dienstagsausgabe).

Das öffentliche Ansehen des Finanzsektors ist unter Studierenden allgemein schlecht:

Aus 13 Industrien belegt sie in der Umfrage den vorletzten Platz – vor der Energiebranche. Grund für diese Haltung ist unter anderem, dass viele Frauen einen Job in der Finanzbranche nicht mit ihren Moralvorstellungen vereinbaren können.

Ein weiterer Grund für das schlechte Ansehen der Finanzbranche ist laut Umfrage, dass dort mehr Wettbewerb als Mannschaftsgeist herrscht. Drei Viertel der männlichen Studenten finden genau das aber gut.

Die jungen Frauen hingegen bemängeln außerdem, dass die Finanzbranche nicht familienfreundlich und stark männerdominiert sei. Ein solches Umfeld empfänden sie als negativ. Allgemein sind Berufe im Marketing oder im Personalbereich beliebter bei den weiblichen Studierenden. Männer ziehen laut Studie dagegen das Fondsmanagement vor.

Weniger Gehalt als Folge?

Auch glauben die jungen Frauen, dass sie deutlich weniger verdienen werden als Männer. Sie gehen meist von einem Start-Jahresgehalt von 50.000 bis 59.000 Euro aus. Männer erwarten oft bis zu 10.000 Euro mehr.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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