Studie

Deutsche meiden Online-Abschluss bei beratungsintensiven Versicherungen

Der Online-Abschluss bei vergleichsweise einfachen Versicherungen wird immer mehr zum Normalfall, wie eine aktuelle Studie des Softwareherstellers Adcubum zeigt. Die Online-Favoriten der Deutschen sind demnach die Kfz-Versicherung, die Haftpflicht- und die Hausratversicherung. Beratungsintensivere Produkte wie Lebens- oder Rentenversicherungen gehörten jedoch auch weiterhin nicht dazu.
© Adcubum
Nur eine Minderheit der Deutschen traut sich zu, beratungsintensive Produkte wie eine Lebens- oder Rentenversicherung auch online abzuschließen.

Wie die Autoren der Studie „Digitale Versicherung 2019“ von Adcubum berichten, seien Versicherungsabschlüsse über einen digitalen Sprachassistenten wie Amazons Alexa oder Apples Siri bislang noch Zukunftsmusik. Ausnahmen bildeten hier lediglich „einige wenige Anbieter im Bereich der Reiseversicherung“, wie es in einer Mitteilung heißt.

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„Unsere Studie zeigt aber, welches Potenzial hier schlummert“, wird Adcubum-Geschäftsführer Michael Süß zitiert. So könnten sich immerhin 13 Prozent der insgesamt mehr als 1.000 Befragten vorstellen, Alexa und Co. für den Versicherungsabschluss zu nutzen. Dies sei „ein enormer Vertrauensvorschuss“, bemerkte Süß vor dem Hintergrund, dass die Technologie „erst seit zwei bis drei Jahren auf dem Markt“ sei.

„Vor allem bei den 35- bis 55-Jährigen hat die Online-Affinität deutlich zugelegt“, sagte der Adcubum-Geschäftsführer auf Basis der aktuellen Umfragewerte. „Fast drei Viertel in dieser Altersgruppe sind jetzt für reine Online-Abschlüsse offen.“

Online-Affinität führt nicht per se auch zum Online-Abschluss

Wie die Autoren weiter berichten, bedeute eine positive Grundeinstellung gegenüber Online-Versicherungen aber nach wie vor nicht automatisch, dass der Kunde auch gleich im Internet abschließt.

„70 Prozent der Online-Begeisterten haben bereits tatsächlich eine Versicherung komplett online abgeschlossen“, berichtete Süß. „Zwar hat damit insgesamt bereits gut jeder zweite Bundesbürger diesen Vertriebskanal schon einmal erfolgreich genutzt, aber für viele Kunden sind die Angebote im Netz immer noch zu kompliziert oder erklärungsbedürftig.“

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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