Laut Umfrage

Deutsche finden Honorarberatung ok – und würden im Schnitt 243 Euro zahlen

Der Großteil der Deutschen würde eine unabhängige Beratung gegen Honorar akzeptieren. Das hat eine aktuelle Studie ergeben. Das durchschnittliche Honorar, das die Befragten zu zahlen bereit wären, liegt danach bei 243 Euro.
© Frag-Fina
Das Honorar, das die Deutschen zu zahlen bereit wären, steigt je nach Alter der Befragten.

85 Prozent der Menschen hierzulande würden für eine Beratung ein Honorar bezahlen. Allerdings erwarten sie dann eine objektive, also produktunabhängige, Beratung. Es geht den Verbraucherinnen und Verbrauchern dabei auch weniger um den konkreten Abschluss – sie erwarten vielmehr eine „Einordnung“ oder einen „generellen Check“ der bestehenden Verträge.

Das sind Ergebnisse einer Umfrage des auf Finanzbildung und -wissen für Endkunden spezialisierten Finanzportals Frag-Fina. 600 Menschen wurden dafür befragt.

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Nach der Höhe des möglichen Honorars befragt, waren die Antworten sehr unterschiedlich und reichten von 200 Euro bis 400 Euro. Die durchschnittliche Höhe des akzeptierten Honorars lag bei 243 Euro, wobei mit steigendem Alter auch die Bereitschaft steigt, ein höheres Honorar zu bezahlen.

Den Grund dafür sehen die Studienautoren darin, dass zum einen mit steigendem Alter mehr Geld zur Verfügung steht, zum anderen aber auch der Aufwand höher ist. Denn mit steigendem Alter gibt es in der Regel auch mehr Finanzverträge, die bei einer Analyse geprüft werden müssen.

Ganzheitliche Beratung über alle Bereiche

Die Beratungswünsche, die mit einer Honorarberatung abgedeckt werden sollten, sind laut Studie sehr unterschiedlich. Das liegt daran, dass diejenigen 85 Prozent, die ein Honorar für die Beratung zu zahlen bereit sind, eine ganzheitliche Beratung erwarten, die die Bereiche Versicherungen, Altersvorsorge, Geldanlagen, Immobilien und Finanzierungen abdecken.

Von den genannten 1.034 gewünschten Beratungsfeldern (Mehrfachnennung war möglich) entfiel der Großteil auf die Bereiche Altersvorsorge (rund 24 Prozent) sowie Geldanlage und Investment (gut 21 Prozent). Aber auch für Beratung in Sachen BU, KV sowie Sachversicherungen würden die Befragten ein Honorar zahlen.

„Uns hat anfangs die grundsätzlich hohe Akzeptanz überrascht. Dies wurde aber durch die selbstverständliche Erwartungshaltung, dass eine gute Beratung Geld kostet, und man das auch bezahlen möchte, übertroffen“, erläutert Dennis Rose, Gründer von Frag-Fina. Und weiter: „Ich glaube, dass das Thema Beratungshonorar noch in den Kinderschuhen steckt, aber viele Vorteile für die Verbraucherinnen und Verbraucher aber auch für Branche und unsere Gesellschaft bringen kann.“

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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