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Laut der Prognose aus dem Rentenversicherungsbericht 2020, den das Bundeskabinett am vergangenen Mittwoch beschlossen hat, sinkt das Rentenniveau von heute 48,2 Prozent auf voraussichtlich 46 Prozent im Jahr 2034 (wir berichteten). Bis 2025 gilt zunächst eine Haltelinie, nach der das Sicherungsniveau nicht unter 48 Prozent sinken darf.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat nun die Bundesregierung dazu aufgefordert, das Rentenniveau auch über 2025 hinaus bei mindestens 48 Prozent zu stabilisieren. Dies sei erforderlich, damit die gesetzliche Rente für die Menschen eine „sichere Bank“ bleibe, wie DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärte.
Zugleich griff sie die private Versicherungswirtschaft scharf an:
„Die privaten Versicherer rufen nach immer weiteren Steuerzuschüssen und weniger Garantien für ihre kränkelnden Produkte, damit diese überhaupt noch nennenswerte Renditen abwerfen. Dort noch mehr Geld zu versenken ist ein Irrweg – eine starke gesetzliche Rente ist alternativlos.“
Piel erklärte weiter, dass sowohl der Rentenversicherungsbericht als auch der Alterssicherungsbericht „wieder einmal die hohe Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung“ belegten. Die Langfristprognosen zeigten aber auch den Handlungsbedarf, so die DGB-Frau.
Tatsächlich kommt der aktuelle Rentenversicherungsbericht zu dem Schluss, dass es den meisten Rentnern in Deutschland gutgehe. Demnach sind die Haushaltsnettoeinkommen aller Ehepaare und Alleinstehenden im Alter ab 65 Jahren von 2015 bis 2019 um 14 Prozent gestiegen, die Preise für die Lebenshaltung im gleichen Zeitraum nur um 5,3 Prozent, was einen realen Einkommenszuwachs bedeutet.
Laut Bundesregierung erreichen Ehepaare in Deutschland ein durchschnittliches Netto-Gesamteinkommen aus Alterssicherungsleistungen und zusätzlichen Einkommen in Höhe von 2.907 Euro im Monat. Unter den alleinstehenden 65-Jährigen und Älteren beziehen Männer im Schnitt 1.816 Euro, bei Frauen sind es 1.607 Euro.
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