Viele haben Pläne und Träume für ihren Ruhestand. Wenn es aber um die finanzielle Planung geht, ist man schnell überfordert. Professionelle Ruhestandsplanung wird aufgrund steigender Lebenserwartung immer wichtiger.
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Einfach soll sie sein, eine Versicherung, die das Zuhause und das Auto absichert. Fast jeder Dritte (29 Prozent) wünscht sich solche verständlichen Versicherungsprodukte. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Deloitte-Studie „The Future of Home and Motor Insurance: What do Customers want?”. In acht Ländern, darunter Deutschland, befragten das Beratungsunternehmen 8.000 Verbraucher zu ihren Vorlieben zu Hausrat-, Wohngebäude sowie Kfz-Versicherungen.
Diese Policen sollen die „Grundrisiken absichern und verständlich, leicht zu vergleichen, unkompliziert handhabbar und preislich fair“ sein. „Für Versicherer bedeutet der verstärkte Wunsch nach Einfachheit, bei der Konzeption und Vermarktung ihrer Produkte einen noch konsequenter kundenzentrierten Ansatz zu wählen, mit dem die Erwartungshaltung der Kunden so weit wie möglich erfüllt wird“, stellt Kurt Mitzner, Leiter Finanzdienstleistungen bei Deloitte Deutschland, heraus.
Vor allem in der Phase des Vertragsabschlusses seien Nutzerfreundlichkeit und verständliche Formulierungen wichtig. Gleiches gelte für den Preis, damit leichter verglichen werden könne.
Parametrische Gebäude- und Hausratversicherungen, bei denen bereits von vornherein feststehe, was der Versicherungsnehmer bei welchem Schadenereignis erstattet bekommt, würden in dem Zusammenhang attraktiver. Weltweit seien parametrische Versicherungen für knapp 60 Prozent der Befragten interessant. In Deutschland können sich 53 Prozent der Studienteilnehmer vorstellen, Anspruchsbetrag und Zahlungsauslöser schon bei Vertragsabschluss festzulegen.
Bei der Kfz-Versicherung nennen jeweils rund 46 Prozent der deutschen Befragten die Ansprache über Online-Kanäle sowie die persönliche Beratung. In Italien wünschen sich sogar noch 60 Prozent ein persönliches Gespräch. In Großbritannien favorisieren dagegen 86 Prozent den Online-Weg. Nur 2 Prozent wählen den Vertrieb über Vermittler.
Beim Abschluss über das Smartphone halten sich die Deutschen noch zurück. Mit nur 6 Prozent bildet die Bundesrepublik hier das Schlusslicht. In China greift fast jeder dritte Kunde auf das Smartphone zurück, um Versicherungen abzuschließen.
„Auch wenn Online-Kanäle in den meisten Ländern derzeit von weniger als der Hälfte der Teilnehmer für den Abschluss präferiert werden, dürfte die Tendenz, Versicherungsschutz über das Internet zu erwerben, weiter anhalten – vor allem im Hinblick auf das Kaufverhalten junger Kundengruppen und zum Teil auch als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie“, meint Kurt Mitzner.
Möglicherweise ebenfalls aufgrund der Covid-19-Pandemie und deren Auswirkungen auf das individuelle Wohn- und Fahrverhalten, so die Annahme von Deloitte, wünschen sich Kunden, ihre Policen mehr an ihre persönlichen Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten anzupassen. Fast jeder Fünfte (19 Prozent) möchte hier flexibel sein. Damit stehe die Anpassbarkeit weltweit an zweiter Stelle nach Einfachheit. Das gelte auch für die deutschen Studienteilnehmer, sowohl im Gebäude-/Hausrat- (28 Prozent) als auch Kfz-Segment (23 Prozent).
Besonders jüngere Kunden stehen neuen Versicherungsformen aufgeschlossen gegenüber. 26 Prozent der Mieterinnen und Mietern zwischen 18 und 34 Jahren bevorzugen eine flexibel anpassbare Hausratversicherung. Gerade in diesem Segment biete sich für Versicherer Chancen für die Ansprache neuer Zielgruppen.
„In Großbritannien lässt sich beispielsweise beobachten, dass es bereits heute mehr als ein Drittel der Kfz-Leasingkunden vorzieht, die Versicherung gleich als Teil des Leasingvertrags zu erwerben – ein Trend, der sich auch in Deutschland durchsetzen könnte“, sagt Mitzner.
Insbesondere hierzulande komme dem Datenschutz eine große Bedeutung zu. Private Daten sollen der Studie zufolge auch privat bleiben. Nur 34 Prozent der Studienteilnehmer aus Deutschland wären bereit, ihrem Versicherer persönliche Daten mitzuteilen, um niedrigere Prämien zahlen zu müssen. Damit sind die deutschen Teilnehmer von allen untersuchten Ländern am restriktivsten eingestellt. In China dagegen sei dieser Punkt am problemlosesten. Dort würden 57 Prozent der Befragten spezifische Daten für eine günstigere oder persönlich zugeschnittene Prämie an ihren Versicherer übermitteln.
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